2026-01-22 19:14:00
Klein, rund, Kameras, KIApple soll an einem geheimnisvollen neuen Gerät arbeiten
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Was könnte das wohl werden? Apple entwickelt angeblich ein völlig neues Gerät, das klein, flach und rund ist. Dem Bericht nach könnte es als Konkurrenz für ein OpenAI-Wearable gedacht sein, vielleicht aber auch für etwas völlig anderes.
Aktuell ist Apple wirtschaftlich extrem erfolgreich. Im Geschäftsjahr 2025 machte der Konzern rund 416 Milliarden Dollar Umsatz und einen Nettogewinn von etwa 112 Milliarden Dollar, was Allzeit-Höchstwerte sind. Das könnte sich aber ändern, wenn das Unternehmen aktuelle Entwicklungen verschläft und das “nächste große Ding” von anderen entwickelt wird.
Handelt es sich dabei um irgendetwas mit KI, liegt Apple derzeit nicht vorn, sondern ist auf die Hilfe von OpenAI und Google angewiesen. Das soll natürlich kein Dauerzustand sein, weswegen das Unternehmen enorm viel Geld in Forschung und Entwicklung steckt. Seinen Finanzberichten zufolge waren das zuletzt mehr als 30 Milliarden Dollar.
Einen Teil dieser Mittel steckt Apple in konkrete Projekte, deren Realisierung für einen bestimmten Zeitraum geplant ist. In den Laboren wird aber auch an Geräten und Komponenten geforscht, die möglicherweise nie das Licht der Welt erblicken. Manchmal endet die Entwicklung in einer technischen Sackgasse, oder die Marktchancen werden als zu gering eingeschätzt. Vielleicht wäre eine Realisierung auch zu aufwendig und teuer, oder man möchte nur für alle Fälle eine Antwort auf ein Produkt der Konkurrenz in der Schublade haben.
Kameras, Mikros und Lautsprecher
Unter welche Kategorie das Gerät fällt, von dem “The Information” berichtet, ist noch offen. Das Tech-Magazin schreibt, die Entwicklung befinde sich in einem sehr frühen Stadium und könnte noch abgebrochen werden. Spannend ist es aber allemal, was die Quellen verraten haben. Demnach soll Apple an einem kleinen Wearable arbeiten, das etwa die Größe eines Airtag hat, ebenfalls flach und rund, aber etwas dicker ist. Das Gehäuse soll aus Aluminium und Glas bestehen. An der Vorderseite hat das Gerät angeblich zwei Kameras mit Standard- und Weitwinkel-Objektiv.
Das Wearable, das man beispielsweise ans Revers heften könnte, soll außerdem integrierte Mikrofone und auf der Rückseite einen Lautsprecher haben. Um es zu bedienen, hat es laut “The Information” eine Taste an der Seite und man soll das Gerät wie eine Apple Watch induktiv aufladen können. Ob es selbstständig arbeitet oder eine Ergänzung zu einer künftigen smarten Brille oder einem anderen Gerät ist, haben die Quellen dem Tech-Magazin nicht gesagt.
Wozu ist es gut?
“The Information” vermutet, es könnte sich um eine Konkurrenz zu einem Gerät handeln, das OpenAI in Zusammenarbeit mit Apples Ex-Chefdesigner Jony Ive entwickelt und bereits in diesem Jahr auf den Markt kommen soll. Laut “TechCrunch” beschreibt es OpenAI-CEO Sam Altman als Alternative zum iPhone, das mithilfe von KI Umgebungsinformationen selbstständig verarbeiten und nach Relevanz gefiltert zum richtigen Zeitpunkt Nutzerinnen und Nutzern präsentieren soll.
Für “MacRumors” ist dagegen der wahrscheinlichste Einsatzzweck, Apples neuen Siri-Chatbot auszuführen, der zusammen mit iOS 27 kommen soll. “Bloomberg” zufolge soll er mit Anthropics Claude, Googles Gemini und OpenAIs ChatGPT konkurrieren können.
Der Siri-Chatbot ist vermutlich keine echte Eigenentwicklung, sondern basiert wahrscheinlich zunächst auf Gemini. Allerdings sollen die Modelle entweder auf iPhones und anderen Apple-Geräten oder auf eigenen Servern ausgeführt werden, um die Datenschutzanforderungen des Unternehmens zu gewährleisten (Private Cloud Compute: isolierte Hardware, keine dauerhafte Speicherung, überprüfbarer Code). Irgendwann soll der Siri-Chatbot dann auf Apple-Modellen basieren, so “Bloomberg”.









