Job-Scams: Betrug durch über 80 Millionen fake Accounts
Die steigenden Lebenshaltungskosten, globale entlassungswellen und unsichere Arbeitsmärkte machen Menschen anfällig für Job-Scams. Skepsis wird oft von Hoffnung überlagert, was es Betrügern leicht macht, mit verlockenden Angeboten zu locken.
Moderne Job-Scams sind raffinierter als klassisches Phishing. Die Fake-Profile sind detailliert ausgearbeitet, mit Profilbildern, Karrierestationen, Kontakten und Beiträgen.Die erste Kontaktaufnahme ist oft persönlich und bezieht sich auf den lebenslauf des Empfängers.
(Bild: Beispiel eines Job-Scams auf LinkedIn, © renewable_energy_club auf LinkedIn)
Oftmals existieren die genannten Unternehmen tatsächlich, was die Glaubwürdigkeit erhöht. Betrüger nutzen reale Websites, Karriereseiten und ansprechpartner, um ihre Täuschung zu perfektionieren.
Der Betrug verläuft meist nach einem Muster: Kommunikation wird aus LinkedIn heraus auf E-Mail oder Messenger-Dienste verlagert,Bewerbungsgespräche werden umgangen und stattdessen informelle Gespräche geführt. Opfer werden dann dazu gebracht, persönliche Daten (Ausweiskopien, Bankinformationen) preiszugeben oder Geld für Ausrüstung oder Schulungen vorzustrecken.In schweren Fällen werden sie sogar zur Eröffnung von Bankkonten für Geldwäschezwecke aufgefordert.
Achtung,Red Flag: So erkennst du,ob ein Jobangebot echt oder Betrug ist
Woran sich Job-Scams erkennen lassen
LinkedIn erkennt proaktiv einen Großteil der betrügerischen Konten und entfernt sie. Die Plattform setzt auch auf Verifizierungsabzeichen,Warnhinweise und Filter für geprüfte Jobs. Dennoch ist Vorsicht geboten. Achten Sie auf folgende Warnsignale:
* profile kritisch prüfen & Profilbilder hinterfragen: Wirken die Profile zu perfekt oder unlogisch? Fehlen Angaben? Nutzen sie KI-generierte Fotos (oft glatt, künstlich oder unscharf)? Überprüfen Sie, ob das Profil verifiziert ist.
* Aktivität beobachten: Echte Nutzer interagieren.Profile ohne eigene Inhalte oder Kommentare sind verdächtig.
* Kommunikationswechsel ablehnen: Der Wunsch, LinkedIn schnell zu verlassen und auf Messenger-Dienste zu wechseln, ist ein Warnsignal.
* Niemals Geld oder sensible Daten weitergeben: Seriöse Arbeitgeber verlangen keine Vorauszahlungen, Bankdaten vor Vertragsabschluss oder die Eröffnung von Konten.
* Immer noch unsicher? Überprüfen Sie die Stelle auf der offiziellen Website des Unternehmens. Existiert die Stelle wirklich und stimmen die Inhalte überein?







