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Man Duped by Fraudulent Bank: A Lengthy Battle for Justice

Man Duped by Fraudulent Bank: A Lengthy Battle for Justice

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2026-01-16 05:43:00

18.000 Euro für zwei Prozent Zinsen: Dieser Kredit sollte einem 45-jährigen Familienvater im Landkreis Dillingen aus der Patsche helfen. Sein Bankkonto sah schlimm aus. Die Unterhaltszahlungen an das Jugendamt machten die Lage nicht besser. Doch keine deutsche Bank wollte dem gelernten Elektriker ein Darlehen geben. Also suchte er nach Alternativen – und wurde im Internet fündig. Bei einer Betrugsseite, wie sich herausstellen sollte. Eine anfangs freundliche Dame trieb ein fieses Spiel mit ihm und band ihn als Unterhändler für gefälschte Kredite ein. Am Ende sah der Vater von den 18.000 Euro keinen Cent. Dafür hatte er eine Klage am Hals.

Betrug im Internet kommt häufig vor: Laut einer Verbraucherumfrage von Schufa wurde bereits jeder Vierte Opfer digitaler Betrugsmaschen.
Foto: dpa (Symbolbild)

Mann in Dillingen wegen vorsätzlicher Geldwäsche verurteilt

Verantworten musste sich der Mann wegen vorsätzlicher Geldwäsche in 19 Fällen. Der Fall wurde am Dienstag im Dillinger Amtsgericht verhandelt. Er kam ans Licht, weil es merkwürdige Transaktionen auf dem Sparkassenkonto des Familienvaters gab. Immer wieder wurde ihm Geld überwiesen mit der Aufschrift „persönlicher Notfall“. Später stellte sich heraus, dass die Absender jeweils selbst betrogen wurden. Die Kriminellen, von denen wohl jede Spur fehlt, hatten auch zwei Frauen und einen Mann an der Angel. Alle waren davon ausgegangen, einen günstigen Kredit zu bekommen, und sollten nur noch vorab „Gebühren“ bezahlen – die dann auf dem Konto des 45-Jährigen gelandet sind. So schilderte es ein Polizeibeamter gegenüber Richterin Andrea Eisenbarth. Getätigt wurden die Zahlungen im August und September 2024.

„Ich sehe meine Schuld“, sagte der Mann auf der Anklagebank. „Es tut mir sehr leid. Ich habe selbst die Hoffnung gehabt, das Geld zu bekommen.“ Wie sein Anwalt Christian von Schwaller berichtete, sei er auf diese Weise selbst zum Opfer geworden. In der Beweisaufnahme las Richterin Eisenbarth aus dem Chatverlauf vor, den es zwischen der angeblichen Bankmitarbeiterin und dem Familienvater gab. Die Frau schrieb zum Beispiel: „Wir sind im Büro. Wenn Sie jetzt 75 Euro überweisen, bekommen sie noch heute ihr Geld.“ Das nannte sie häufig dann „Gebühr der Europäischen Kommission“. Einmal schwor sie sogar „beim Leben ihrer Mutter“, dass der 45-Jährige das Geld wirklich bekommen sollte. Wie sie ihn dazu brachte, sein Konto auch für andere Transaktionen und damit auch die angeklagten Geldwäschetaten bereitzustellen, wurde vor Gericht nicht thematisiert.

Zu den Betrügern war der Angeklagte ehrlich

Bemerkenswert: Wie Rechtsanwalt von Schwaller im Schlussplädoyer sagte, habe der Angeklagte die Gelder zu „100 Prozent ohne finanziellen Vorteil weitergeleitet“. Sprich: Er sei mit den Betrügern ehrlich gewesen und habe sich nichts einbehalten. Sein Mandant sei „gutgläubig“ gewesen, habe hohen finanziellen Druck gehabt und sei selbst zum Opfer geworden. Daher bat er um eine möglichst milde Strafe. Der Staatsanwalt sah das anders. Für ihn muss der Angeklagte das Betrugssystem „billigend in Kauf genommen“ haben. Weil er Gelder von „vollkommen Unbekannten“ annahm und auch bei merkwürdigen Verwendungszwecken wohl nicht stutzig wurde. Eine Geldstrafe sah er jedoch nicht für hilfreich an, ist der Landkreisbewohner ohnehin hoch verschuldet und momentan arbeitslos. Für einen „Warnschuss“ schlug er daher neun Monate Freiheitsstrafe vor, die zu drei Jahren auf Bewährung ausgesetzt werden könnten, plus 80 Stunden gemeinnützige Arbeit.

Richterin Eisenbarth kam zu einem ähnlichen Ergebnis: Sechs Monate Freiheitsstrafe, die auf zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt wird. „Es gibt an der vorsätzlichen Geldwäsche keine Zweifel“, sagte die Richterin. Bei dem Urteil gehe es ihr auch um eine Warnfunktion: Der Mann hätte sich nicht zu den Taten hinreißen lassen dürfen.

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