2026-01-24 10:28:00
Kopfkissen werden oft jahrelang benutzt, ohne je gewaschen zu werden – dabei spielen sie für Schlafqualität und Hygiene eine größere Rolle als gedacht.
Erholsamer Schlaf gilt als Grundlage, um gesund leben zu können – doch genau dort wird Hygiene oft zur Nebensache. Bettwäsche wird gewechselt, gelüftet und glattgezogen, das Kissen selbst bleibt hingegen häufig unbeachtet. Dabei ist es Nacht für Nacht im direkten Kontakt mit Haut, Haaren und Atemluft. Wärme, Feuchtigkeit und Hautschuppen schaffen Bedingungen, unter denen sich Unsichtbares ansammelt.
Viele waschen ihre Kissen deutlich seltener, als es aus hygienischer Sicht sinnvoll wäre, wie HEIDELBERG24 weiß. Das bleibt nicht folgenlos, denn über Monate und Jahre können sich Stoffe ansammeln, die Schlaf und Wohlbefinden beeinträchtigen. Genau deshalb lohnt es sich, die versteckten Gefahren zu kennen, Unterschiede zwischen Bezug und Kissen zu verstehen und zu wissen, wann Waschen reicht – und wann ein Austausch fällig wird.
Wie oft sollte man Kissen waschen?
Kopfkissen müssen regelmäßig gereinigt werden, weil sie Schweiß, Hautfette, Speichel und Hautschuppen aufnehmen. Diese Rückstände bilden eine ideale Grundlage für Hausstaubmilben, Bakterien und Pilze. Eine Untersuchung des University Hospital of South Manchester zeigte, dass bereits nach eineinhalb Jahren mehrere Pilzarten im Kissen nachweisbar sein können. Regelmäßiges Waschen reduziert diese Belastung und trägt zu einer hygienischeren Schlafumgebung bei.
Beim Waschintervall gilt: Der Kissenbezug gehört deutlich häufiger in die Maschine als das Kissen selbst. Bezüge sollten etwa alle zwei Wochen gewaschen werden, bei starkem Schwitzen auch wöchentlich. Das eigentliche Kopfkissen empfiehlt sich – je nach Material und Nutzung – etwa alle drei bis sechs Monate, mindestens jedoch ein- bis zweimal pro Jahr zu waschen. Allergiker profitieren von kürzeren Abständen. Nicht nur das Kissen kann den Schlaf beeinträchtigen, es gibt noch drei andere Dinge im Schlafzimmer, die die Gesundheit gefährden.
Beim Waschen entscheidet das Material. Synthetik- sowie viele Daunen- und Federkissen sind maschinenwaschbar, meist bei 30 bis 60 Grad im Schon- oder Feinwaschgang. Spezielle Waschmittel, niedrige Schleuderdrehzahlen und gründliches Trocknen verhindern Formverlust und Geruchsbildung. Ergonomische oder Latexkissen dürfen dagegen oft nicht in die Maschine und benötigen spezielle Pflege. Wer trotz frisch gewaschenem Kissen nicht schlafen kann, der sollte diese neun natürlichen Alternativen zu Melatonin ausprobieren.
Verliert ein Kissen seine Form, riecht trotz Reinigung muffig oder bleibt dauerhaft klumpig, ist ein Austausch sinnvoll. Spätestens nach fünf bis sieben Jahren sollte ein Kopfkissen ersetzt werden. Bei der Entsorgung spielt das Material eine Rolle: Kunstfaserkissen können über Sperrmüll, Recyclinghöfe oder Textilcontainer entsorgt werden, teils auch gespendet oder weiterverwendet. Naturfaserkissen aus Daunen, Wolle oder Baumwolle lassen sich ebenfalls kommunal entsorgen, teils recyceln oder upcyceln. (bs)








