2026-01-24 17:25:00
Außen knusprig, innen luftig-weich und mit dem unverwechselbaren Aroma von bestem Olivenöl – authentische italienische Focaccia ist mehr als nur Brot.
München – In den engen Gassen von Genua strömt jeden Morgen ein unwiderstehlicher Duft aus den Panetterie – warm, würzig und verlockend. Es ist der Geruch frisch gebackener Focaccia, die gerade aus den traditionellen Steinöfen kommt. Was die ligurischen Bäcker seit Generationen perfektioniert haben, lässt sich auch in der heimischen Küche verwirklichen.
Focaccia ist ein uraltes Mittelmeer-Brot, dessen Wurzeln bis zu den Etruskern und antiken Römern zurückreichen. Die Römer nannten es „panis focacius“ – ein Brot, das direkt an der Feuerstelle gebacken wurde. Ligurien wurde zur „Wiege der modernen Focaccia“, wo das antike Rezept durch salzige Meeresluft und erstklassiges Olivenöl zu seiner berühmtesten Form fand, wie centro-italia.de berichtet.
Das authentische Rezept: Zutaten für 4-6 Personen
Focaccia kommt traditionell mit wenigen Zutaten aus – doch deren Qualität ist entscheidend.
Für den Teig benötigt man:
- 500g italienisches Tipo 00 oder Weizenmehl Type 550
- 300ml lauwarmes Wasser
- 21g frische Hefe (oder 7g Trockenhefe)
- 2 TL Salz
- 1 Prise Zucker
- 1 EL hochwertiges natives Olivenöl Extra
Für den Belag:
- 3-4 EL natives Olivenöl Extra
- Grobes Meersalz oder Fleur de Sel
- Frische Kräuter (Rosmarin, Thymian)
- Optional: Kirschtomaten, Oliven, Zwiebeln oder Käse
Zubereitung: Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Hefe aktivieren: In 300ml lauwarmem Wasser die Frischhefe (oder Trockenhefe) auflösen und 1 EL Olivenöl hinzugeben. Kurz verrühren und 5 Minuten stehen lassen.
- Teig mischen: 500g Mehl, 2 TL Salz und 1 Prise Zucker in einer großen Rührschüssel vermengen und das Hefewasser hinzugeben.
- Kneten: Alles mit den Händen, dem Handrührgerät oder der Küchenmaschine ca. 8-10 Minuten zu einem glatten, elastischen Teig kneten.
- Erste Gärung: Den Teig abgedeckt an einem warmen Ort etwa 1 Stunde gehen lassen, bis er sich deutlich vergrößert hat.
- Formen und Belegen: Den gegangenen Teig auf ein gut geöltes Backblech geben und mit den Fingern gleichmäßig flach drücken. Mit den Fingerspitzen die typischen Focaccia-Mulden in den Teig drücken. Diese sorgen für die authentische Optik und halten das Olivenöl. Den Teig mit 3-4 EL Olivenöl bepinseln und großzügig mit frischen Kräutern und grobem Meersalz bestreuen
- Zweite Gärung: Nochmal 30 Minuten ruhen lassen.
- Backen: Im vorgeheizten Backofen bei 220°C (Ober-/Unterhitze) circa 20-25 Minuten goldbraun backen. Die hohe Hitze sorgt für die perfekte Kruste.
Die Geheimnisse italienischer Bäcker
Das Geheimnis einer perfekten Focaccia liegt in wenigen, aber entscheidenden Details. Italienische Bäcker schwören auf Weizenmehl Tipo 00 – dieses besitzt eine höhere Teigstabilität und sorgt für die charakteristische luftige Textur. Wer kein italienisches Mehl zur Hand hat, kann auch deutsches Weizenmehl Type 550 verwenden. Ebenfalls unverzichtbar: hochwertiges Natives Olivenöl Extra. Es verleiht der Focaccia ihren charakteristischen, fruchtigen Geschmack und hält das Innere saftig, während die Kruste goldbraun und knusprig wird.
Zwei separate Gärphasen entwickeln die charakteristische luftige Textur – eine Stunde vor dem Formen, dann nochmals 30 Minuten vor dem Backen. Diese Technik ist zeitsparend und liefert hervorragende Ergebnisse für den Hausgebrauch.
Für noch intensivere Aromen eignen sich auch die Über-Nacht-Gärung. Dabei können Sie nach der ersten Gare (Schritt 4) den Teig abgedeckt über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen. Am nächsten Tag 30 Minuten bei Raumtemperatur akklimatisieren lassen, dann wie gewohnt formen und belegen. Diese lange, kalte Fermentation entwickelt komplexere Geschmacksnuancen und eine noch luftigere Textur – genau wie in traditionellen italienischen Bäckereien. Probieren Sie auch unser Rezept für perfekten Pizza-Teig, wie in Italien. (Quellen: centro-italia.de; eigene Recherche) (jade)
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