Consumers Can Sue for Damages

2026-01-15 08:55:00

Der Verbraucherschutzverein (VSV) hat eine Sammelklage gegen Meta eingereicht. Facebook– und Instagramnutzer können auf Schadensersatz klagen. Steht auch dir eine Entschädigung zu?

Meta sammelt unerlaubt Daten von Nutzern der Plattformen Facebook und Instagram: So der Vorwurf des Verbraucherschutzvereins. Über 50 Millionen Menschen in Deutschland sollen betroffen sein.

Im Interview mit dem SWR hat Christoph Herrmann von der Stiftung Warentest Details zur Klage offen gelegt:
















Expertenmeinung


Datenleck-Sammelklage gegen Meta — Wer kann mitklagen?

Dauer

100 Euro Schadenersatz hat der Bundesgerichtshof 2024 allen Facebook-Nutzern zugesprochen, deren Daten durch ein von Facebook verschuldetes Leak öffentlich wurden.
Jetzt könnte es in einer neuen Klage um 1000 Euro und mehr gehen. Stiftung Warentest ermutigt jedenfalls alle Nutzer von Facebook oder Instagram, sich mit ein paar Klicks der Sammelklage anzuschließen, Jörg Pfuhl

Sammellklage gegen Meta: Wie lautet der Vorwurf?

Meta bietet Websites die Nutzung seiner Business-Tools an. Darunter bekannte Plattformen wie Airbnb, Otto oder auch Parship. Eigentlich nicht weiter schlimm — eigentlich. Allerdings leiten diese Tools alle Daten an die Meta-Töchter Instagram und Facebook weiter. Dadurch erhalten die beiden Plattformen Daten der Nutzer, wenn diese auf anderen Websites wie Otto.de unterwegs sind.

Facebook dürfe Kundendaten speichern, Otto ebenfalls. Weitergegeben werden dürften diese allerdings auf keinen Fall , erklärt Herrmann. Es gehe um ganze Datensätze. Diese enthalten Infos darüber, wo die Nutzer online unterwegs waren oder was sie dort einkaufen.

Nutzerdaten weitergegeben: Mit welchem Schadensersatz ist zu rechnen?

Klar zu sagen, ist das noch nicht, weiß auch Experte Herrmann. Bisherige Urteile seien häufig zwischen 1.000 und 10.000 Euro gewesen. Allerdings hält Herrmann fünfstellige Summen für zu hoch gegriffen. In etwa 500 Fällen sei Schadensersatz ausgesprochen worden. In 1.000 Fällen aber auch abgelehnt. Allerdings war das alles in erster Instanz — folglich nicht rechtskräftig.

Kürzlich hat erstmals ein Oberlandesgericht das Verhalten von Meta für rechtswidrig erklärt. Damit wurden die 500 früheren Urteile bestätigt. Eine Entschädigung von 250 bis 750 Euro soll den Nutzern demnach zustehen.

Wie du dich der Sammelklage gegen Meta anschließen kannst

Über das Bundesamt für Justiz (BfJ) können sich User von Facebook und Instagram an der Sammelklage beteiligen. Allerdings sei das eher aufwendig, so Herrmann. Über Meta-Klage.de solle es einfacher gehen. Eine solche Klage würde unter Umständen aber zwischen 120 und 200 Euro weniger einbringen als über das BfJ , vermutet Herrmann.

Risiken gebe es für die Unterstützer der Sammelklage keine, sagt Herrmann. Aber: „Ich persönlich rechne mit einem Urteil vielleicht in der ersten Hälfte des Jahres 2028“, so der Experte.

Erst im vergangenen Jahr gab es bereits eine klage gegen Facebook. Damals aufgrund eines Datenlecks.

Sammelklage nach Datenleck bei Facebook: So leicht könnt ihr immer noch einsteigen!

Leave a Comment