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First Female President of Germany? 3 Politicians in the Running

First Female President of Germany? 3 Politicians in the Running

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2026-01-13 18:02:00

Erste Bundespräsidentin? Drei Engel für Friedrich Merz Wann wird aus dem ersten Mann im Staate eine Frau? CSU und CSU finden möglichst bald. Die Bundespräsidenten seit 1949 waren ausschließlich Männer und Anfang nächsten Jahres endet die zweite Amtszeit von Frank-Walter Steinmeier, der nicht noch einmal antreten darf.

Die Konservativen hätten dann mit Angela Merkel (CDU) nicht nur die erste Kanzlerin gestellt, sondern auch die erste Bundespräsidentin. Nicht übel für die Union, die sich mit der Förderung von Frauen schwer tat und schwer tut. Das nächste Staatsoberhaupt muss spätestens am 18. Februar 2027 gewählt werden, einen Monat bevor Steinmeier in Berlin das Schloss Bellevue verlässt.

Ilse Aigner – Mama Bavaria und Mama Germania?

Drei Namen fallen immer wieder, wenn es um seine Nachfolge geht. Am häufigsten wird die bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner genannt. Sie ist Parlamentschefin und Mama Bavaria, von ihr gibt es unzählige Schnappschüsse im Dirndl. Sie ist bodenständig und direkt, verließ als Schülerin das Gymnasium, weil es ihr zu theoretisch war.

Die 61-Jährige ist ein politischer Profi. Sie war Landtags- und Bundestagsabgeordnete, Wirtschaftsministerin Bayerns und Bundeslandwirtschaftsministerin, stellvertretende bayerische Ministerpräsidentin, Vorsitzende der Bayerischen Wasserwacht und Vizepräsidentin des Oberbayerischen Karnevalsverbands. Klingt nach einer gemahdn Wiesn, wie es auf gut Bairisch heißt?

Nicht so schnell, anders als in den Tagen, als das Parteiensystem Deutschlands fest und stabil war, wird die nächste Wahl kniffliger. CDU/CSU können nicht wie früher einen Kandidaten auswürfeln, der dann durch Unterstützung von SPD oder FDP das Rennen macht. Die Verhältnisse haben sich verschoben, die Großen haben deutlich an Gewicht eingebüßt, die FDP ringt um die Existenz.

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Das nichtständige Verfassungsorgan wählt den Präsidenten

Der Bundespräsident wird von der Bundesversammlung gewählt, einem nichtständigen Verfassungsorgan, das für die Bestimmung des Staatsoberhauptes zusammentritt. Es besteht aus den 630 Abgeordneten des Bundestages und einer gleich großen Zahl an Volksvertretern aus den Landesparlamenten.

Im Laufe des Jahres werden fünf Landtage gewählt, die AfD kann mit großen Zugewinnen rechnen, während CDU und SPD zum Teil mit herben Verlusten rechnen müssen. Selbst wenn sich beide auf eine Kandidatin einigen, braucht es womöglich die Unterstützung anderer Parteien, die natürlich bei der Auswahl mitreden wollen.

Hat einen prominenten Freund und Unterstützer: Bundeskanzler Friedrich Merz besuchte am Wochenende den Neujahrsempfang in Aigners Heimat Miesbach.
Foto: dpa

Der Einfachheit halber aber zurück zu Ilse Aigner. Am Sonntag schaute der vielbeschäftigte Bundeskanzler auf dem Neujahrsempfang in Aigners Heimat Miesbach vorbei. Bilderbuchbayern. Der Chiemsee ist nah, die Alpen auch. Verschneite Winterlandschaft draußen, im Festsaal Blasmusik. Friedrich Merz und Aigner (natürlich im Dirndl) mit Bierkrug in der Hand. „Ich darf wirklich sagen, dass wir gut befreundet sind – und das freut mich sehr“, sagt sie strahlend. Eine größere Unterstützung als durch den Kanzler gibt es in der Union nicht.

Markus Söder hat einen Traum

Doch der ist Vorsitzender der CDU und nicht der CSU. Dort heißt der Chef heißt Markus Söder und spielt auf eigene Rechnung. Söder hat seinen Traum noch nicht aufgegeben, irgendwie Kanzler zu werden. Er ist 59, vom Alter könnte noch was gehen. Doch wenn Aigner, für die sich sein alter Gegner Horst Seehofer öffentlich einsetzt, nächstes Jahr Bundespräsidentin werden sollte, sänken seine Chancen auf eine Kanzlerkandidatur gen Null. Mit Angela Merkel und Joachim Gauck waren einst die Top-Posten von zwei Ossis besetzt, aber zwei Bayern sind wohl für die Bundesrepublik zu viel.

Der Bayerische Ministerpräsident müsste also aus Eigeninteresse eine Frau aus der Schwesterpartei CDU unterstützen. Und mit Bildungsministerin Karin Prien stünde eine bereit, der Chancen eingeräumt und Interesse nachgesagt wird. Im Herbst vergangenen Jahres begleitete sie den Bundespräsidenten nach Österreich. „Übt da jemand für den nächsten Job?“, lautete eine Schlagzeile. Geografisch trennt die Hamburgerin eine weite Distanz von Bayern, aber das wäre für Söder unerheblich.

Bundesbildungsministerin Karin Prien könnte den Weg in das Schloss Bellevue finden, wenn Markus Söder seine Parteifreundin Aigner verhindert.

Bundesbildungsministerin Karin Prien könnte den Weg in das Schloss Bellevue finden, wenn Markus Söder seine Parteifreundin Aigner verhindert.
Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

Prien ist in der Union als Bildungsexpertin weithin respektiert und geschätzt. Ihre Großeltern mussten vor den Nazis in die Niederlande fliehen, wo sie aufwuchs. Die 60-Jährige sieht sich als jüdisch, obwohl sie nicht fest glaubt. Ein jüdisches Staatsoberhaupt im Land des Holocaust wäre ein starkes Signal gegen den heftigen Antisemitismus hierzulande.

Kandidatin 3 war schon einmal ganz dicht dran

Söder hätte sogar noch eine zweite Alternative, um selbst im Kanzlerrennen zu bleiben und gleichzeitig eine der ihren zur Bundespräsidentin zu machen. Kandidatin Nummer drei ist Ursula von der Leyen, die schon Präsidentin ist – allerdings der EU-Kommission. Vor 15 Jahren war von der Leyen beinahe schon in Schloss Bellevue angekommen.

Die damalige Arbeitsministerin galt als Favoritin, als nach dem überraschenden Rücktritt von Horst Köhler hektisch ein Nachfolger gesucht wurde. Seinerzeit schafft es ein Bild der Politikerin in die Nachrichten: Bei einem Termin beantwortet sie die Frage, ob sie Bundespräsidentin werde, mit einer Geste. Sie legt einen Zeigefinger auf ihre lächelnden Lippen. Da war für viele klar, sie wird es.

Ursula von der Leyen war vor 15 Jahren beinahe schon die erste Bundespräsidentin, zog dann aber den kürzeren gegen Christian Wulff.

Ursula von der Leyen war vor 15 Jahren beinahe schon die erste Bundespräsidentin, zog dann aber den kürzeren gegen Christian Wulff.
Foto: Ansgar Haase, dpa

Die Wirklichkeit sah anders aus: Statt von der Leyen küren Union und FDP Christian Wulff zum gemeinsamen Kandidaten. Ein FDP-Vorstandsmitglied sagt danach, dass zwei protestantische Damen aus Norddeutschland zu viel für einige süddeutsche Landesverbände der Konservativen gewesen seien.

Von der Leyen glaubt zwar an die Macht der Reden, was für eine Bundespräsidentin eine nützliche Überzeugung ist, doch als Chefin der EU-Kommission hat sie bedeutend mehr Macht. Sie macht Weltpolitik, eine Bundespräsidentin begrüßt manchmal Weltpolitiker. Zudem müsste die Niedersächsin (ihr Vater war Ministerpräsident) ihr Amt in Brüssel zwei Jahre früher als regulär niederlegen. Dass sie in diesem weltpolitischen Sturm das Kommando abgibt, passte nicht recht zu ihrem Ethos. Also doch Ilse Aigner? „Es gibt schlimmere Schicksale. Es ist ja ein Kompliment, wenn man überhaupt in Erwägung gezogen wird“, sagte sie auf dem Neujahrsempfang in Miesbach.

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