2026-01-31 05:14:00
Google will seine KI-Funktionen zu einem essenziellen Teil von Google Maps machen. Damit hätten Autofahrer nicht mehr exklusiven Zugang zu bestimmten Funktionen.
Google hat angekündigt, seine digitalen Navigationssysteme auszubauen und sie von reinen Wegweisern zu umfassenden KI-Assistenzsystemen weiterzuentwickeln. So soll Gemini künftig auch Fußgängern und Radfahrern in Google Maps zur Verfügung stehen. Das System soll bei der Navigation jenseits des Autoverkehrs kontextbezogene Informationen liefern, ohne die Aufmerksamkeit vom Straßenverkehr abzulenken.
Gemini soll die Nutzung von Google Maps einfacher machen
Während der Navigation kann Gemini ortsbezogene Anfragen in natürlicher Sprache beantworten. Nutzer können sich beispielsweise über ihre aktuelle Lage informieren oder gezielt nach nahegelegenen Restaurants mit guten Bewertungen fragen.
Die Empfehlungen basieren auf Echtzeitdaten von Google Maps und werden entlang der gewählten Route ausgespielt. So soll der Assistent als eine Art digitaler Stadtführer dienen, der situative Informationen mit laufender Navigation verknüpft.
Google-Maps-Neuerungen sollen schrittweise ausgerollt werden
Für den Radverkehr liegt der Schwerpunkt auf der freihändigen Bedienung. Durch die sprachbasierte Interaktion können Informationen zur verbleibenden Wegzeit oder zu anstehenden Terminen abgerufen werden, ohne dass das Smartphone in die Hand genommen werden muss.
Auch einfache Kommunikationsaufgaben wie das Diktieren und Versenden kurzer Nachrichten bei Verspätungen sollen sich während der Fahrt erledigen lassen. Die Gemini-Integration für Fuß- und Radnavigation soll schrittweise weltweit ausgerollt werden und wird überall dort verfügbar sein, wo Gemini unterstützt wird, sowohl iOS– und Android-Geräten.

Gemini 3 das Ende von Google Assistant
Google hat im November 2025 mit Gemini 3 die neueste Version seines KI-Assistenten veröffentlicht und erstmals in Maps integriert. Damit ersetzte das Unternehmen seinen bisherigen Google Assistant.
Der Google Assistant wurde 2016 eingeführt und war über Jahre Googles zentraler sprachbasierter KI-Dienst. Er war auf Smartphones, Smart Speakern, Wearables, Autos und Smart-Home-Geräten integriert und ermöglichte Sprachbefehle für Suche, Navigation, Terminverwaltung, Nachrichten und Gerätesteuerung.
Technisch basierte der Assistant auf regel- und intentbasierter Verarbeitung mit begrenzten kontextuellen Fähigkeiten. Der Übergang markiert den Wechsel von klassischen Sprachassistenten hin zu universelleren KI-Systemen, die stärker in Anwendungen und Arbeitsabläufe integriert sind.