Russian Hackers Exploit Trust in Encrypted Messengers

2026-02-08 01:39:00

BERLIN / LONDON (IT BOLTWISE) – Signal, die als sicher geltende Messaging-App, wird von russischen Hackern ins Visier genommen. Diese nutzen Phishing-Techniken, um über die Geräteverknüpfungsfunktion auf vertrauliche Nachrichten zuzugreifen. Deutsche Behörden warnen vor dieser neuen Bedrohung, die das Vertrauen in verschlüsselte Kommunikation erschüttert.

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Die Messaging-App Signal, bekannt für ihre starke Verschlüsselung, steht im Fokus einer ausgeklügelten Phishing-Kampagne, die von russischen Hackern ausgeführt wird. Diese Kampagne zielt darauf ab, die Geräteverknüpfungsfunktion von Signal auszunutzen, um unbefugten Zugriff auf private Nachrichten zu erlangen. Deutsche Sicherheitsbehörden haben eine Warnung herausgegeben, die auf die Handschrift russischer staatlich unterstützter Cyberoperationen hinweist.

Im Zentrum des Angriffs steht die Funktion zur Verknüpfung von Geräten, die es Nutzern ermöglicht, ihre Signal-Konten mit zusätzlichen Geräten zu verbinden. Diese Funktion generiert einen QR-Code, der bei Scannen einem neuen Gerät Zugriff auf die Nachrichtenhistorie gewährt. Angreifer nutzen manipulierte QR-Codes, die als legitime Einladungen getarnt sind, um ihre Geräte mit den Konten der Opfer zu verknüpfen.

Diese Angriffe sind besonders heimtückisch, da sie ohne den Einsatz von Malware oder das Ausnutzen von Sicherheitslücken auskommen. Die Opfer bemerken oft nicht, dass ein weiteres Gerät ihre Nachrichten in Echtzeit mitliest. Die Phishing-Nachrichten sind oft so gestaltet, dass sie von vertrauenswürdigen Kontakten zu stammen scheinen, was die Täuschung noch effektiver macht.

Diese Bedrohung ist Teil einer größeren russischen Kampagne gegen verschlüsselte Kommunikation, die bereits in der Ukraine beobachtet wurde. Dort wurden ähnliche Techniken eingesetzt, um die Kommunikation von Militärangehörigen und Regierungsbeamten zu überwachen. Die deutsche Warnung unterstreicht die Notwendigkeit, die Sicherheitspraktiken bei der Nutzung von Signal und ähnlichen Plattformen zu überdenken.

Signal und deutsche Behörden empfehlen Nutzern, regelmäßig ihre verknüpften Geräte zu überprüfen und unbekannte Geräte sofort zu entfernen. Zudem sollten QR-Codes stets mit Vorsicht behandelt und deren Herkunft unabhängig verifiziert werden. Für besonders gefährdete Nutzer wird die Aktivierung der Registrierungs-Sperre empfohlen, die eine zusätzliche Sicherheitsebene bietet.

Die Auswirkungen dieser Angriffe sind weitreichend und betreffen nicht nur Signal, sondern auch andere Messaging-Dienste wie WhatsApp und Telegram, die ähnliche Funktionen bieten. Die Sicherheitsgemeinschaft ist gefordert, ihre Empfehlungen zu überdenken und Nutzer besser über die Risiken aufzuklären, die mit der Nutzung verschlüsselter Kommunikationsmittel verbunden sind.

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Signal unter Beschuss: Russische Hacker nutzen Vertrauen in verschlüsselte Messenger aus

Signal unter Beschuss: Russische Hacker nutzen Vertrauen in verschlüsselte Messenger aus (Foto: DALL-E, IT BOLTWISE)

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