2026-02-08 10:21:00
Nach dem Transfer-Theater der vergangenen Wochen stand Moussa Sylla am Samstagnachmittag wieder für den FC Schalke 04 auf dem Rasen. Beim 2:2 gegen Dynamo Dresden wurde der Stürmer in der Schlussphase eingewechselt und von den S04-Fans lautstark empfangen – obwohl er Gelsenkirchen eigentlich gern verlassen hätte.
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Die Personale Moussa Sylla treibt Schalke um. Bereits vor einigen Tagen hatte sich S04-Sportvorstand Frank Baumann ungewohnt deutlich geäußert und den MLS-Klub New York City FC für sein Verhalten in den Verhandlungen über den Sylla-Transfer kritisiert. Denn eigentlich waren sich Schalke und New York bereits über einen Wechsel einig – doch die US-Amerikaner ließen den Transfer aufgrund fadenscheiniger Gründe kurzfristig platzen. Sie wollten nachverhandeln und Sylla plötzlich nur noch ausleihen, worauf sich Schalke nicht eingelassen hat.
Schalke-Direktor Mulder: „Was will er denn bei New York City FC?“
Nach dem Dresden-Spiel legte auch Profifußball-Direktor Youri Mulder nach und spottete über den New York City FC. „Was will er denn bei New York City FC?“, sagte Mulder. „Man will doch zehnmal lieber hier spielen als bei New York in der MLS. Ich habe das Gefühl, Moussa ist total froh, wieder hier zu sein.“ Grund für den fragwürdigen Vergleich: die Atmosphäre in der Gelsenkirchener Arena und die Begeisterung der Fans. „Edin macht zwei Tore – vor so einer Kurve hat er das vielleicht noch nie erlebt. Und das am Ende seiner Karriere“, erklärte S04-Ikone Mulder.
Ob Sylla tatsächlich glücklich über den geplatzten Wechsel ist, ist fraglich. Wie schon im Sommer 2025 war der 26 Jahre alte Stürmer gewillt, S04 zu verlassen. Dass der Transfer in die MLS geplatzt ist, dürfte für ihn eine Enttäuschung sein. Sprechen wollte Moussa Sylla über seine turbulenten Tage am Samstagnachmittag nicht. Nach dem Spiel vertröstete er die Reporter und sagte, er wollle schnell zu seiner Familie.

Eine Schlüsselszene: Moussa Sylla scheitert aus kurzer Distanz an Dresdens Torwart Tim Schreiber.
© Jan Fromme /firo Sportphoto | Jan Fromme
Schalke-Stürmer Moussa Sylla hatte die Entscheidung auf dem Fuß
Im Fokus stand Sylla aber nicht nur wegen des Wechsel-Theaters, sondern auch wegen einer vergebenen Großchance in der Schlussphase. Beim Zwischenstand von 2:1 für Schalke scheiterte der Stürmer in einer Eins-gegen-Eins-Situation an Dresdens Keeper Tim Schreiber. So verpasste S04 die Vorentscheidung und kassierte kurz vor Schluss tatsächlich noch den 2:2-Ausgleich. „Da muss er abspielen, denke ich“, analysierte Youri Mulder die Szene. „Moussa wird super freigespielt, hat den Ball dann aber auf dem linken Fuß. Wenn er direkt querspielt“, hadert der Profifußball-Direktor.