2026-02-20 08:33:00
09:48 Uhr
Bauchemiekonzern erhöht Dividende
Sika hat 2025 den starken Franken und die Schwäche im chinesischen Bausektor zu spüren bekommen. Trotz eines Gewinnrückgangs um 16,2 Prozent auf 1,05 Milliarden Franken sollen die Aktionäre eine höhere Ausschüttung erhalten. Sika wolle die Dividende um zehn Rappen auf 3,70 Franken je Aktie anheben, teilte der Schweizer Bauchemiekonzern mit. Das Ergebnis wurde auch durch Kosten für das Effizienzprogramm “Fast Forward” gedrückt, mit dem Sika die Organisation schlanker aufstellen und die Digitalisierung vorantreiben will. Für das neue Jahr zeigte sich das Unternehmen verhalten optimistisch: Das Management rechnet mit einer Belebung des Geschäfts im Jahresverlauf und peilt ein Umsatzplus in Lokalwährungen von einem bis vier Prozent an. Die operative Ergebnismarge (Ebitda) dürfte sich auf 19,5 bis 20,0 Prozent verbessern.
09:31 Uhr
Novartis stößt Indien-Tochter ab – Aktie schießt nach oben
s) – Novartis zieht sich aus seiner indischen Tochtergesellschaft zurück. Das Unternehmen verkaufe seinen Anteil von 70,68 Prozent für etwa 159 Millionen Dollar an ein Konsortium von Finanzinvestoren, teilte der Schweizer Pharmakonzern mit. Das Käuferkonsortium, zu dem WaveRise Investments, ChrysCapital und Two Infinity Partners gehören, kündigte zudem ein Pflichtangebot für den Erwerb weiterer 26 Prozent der Anteile an. Die Investoren bieten 860,64 Rupien je Aktie. Dies entspricht einem Aufschlag von 3,6 Prozent auf den Schlusskurs vom Donnerstag. An der Börse in Mumbai sorgte die Nachricht für ein Kursfeuerwerk: Die Aktien von Novartis India schossen um fast 20 Prozent auf 996,50 Rupien hoch.
Der Ausstieg ist das Ergebnis einer vor zwei Jahren eingeleiteten strategischen Überprüfung des Indien-Geschäfts. Novartis unterhält in dem Land keine eigene Produktion, sondern vertreibt dort vor allem Medikamente wie das Schmerzmittel Voveran. Der Konzern konzentriert sich derzeit stark auf den Ausbau seines Geschäfts in den USA. Im April 2025 hatte Novartis angekündigt, 23 Milliarden Dollar in den USA zu investieren. Hintergrund waren drohende Importzölle auf Pharmazeutika unter der Regierung von US-Präsident Donald Trump.
09:15 Uhr
“Keiner will so richtig ins Risiko gehen”
Der Dax setzt alles daran, die 25.000er-Marke zu halten. Zum Start ins Wochenschlussgeschäft notiert der deutsche Börsenleitindex weiterhin darüber, bewegt sich im Bereich um 25.060 Punkte. Aus dem gestrigen Handel war er mit einem Stand von 25.044 Zähler gegangen. “Vor dem Wochenende will keiner so richtig ins Risiko gehen”, kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Corinna Wohlfeil. Sie verweist auf die Lage im Atomstreit zwischen den USA und dem Iran.
08:58 Uhr
Eskaliert der Atomstreit? Ölpreise reagieren
Die Sorge vor einem Konflikt zwischen den USA und dem Iran treibt die Ölpreise an. Die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee verteuert sich um 0,3 Prozent auf 71,86 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notiert 0,5 Prozent fester bei 66,78 Dollar.
Gestern hatten die Preise bereits den höchsten Stand seit sechs Monaten erreicht. US-Präsident Trump hatte erklärt, es würden “schlimme Dinge” geschehen, wenn der Iran keine Einigung über sein Atomprogramm erziele, und eine Frist von zehn bis 15 Tagen gesetzt. Der Iran plant unterdessen einer lokalen Nachrichtenagentur zufolge ein gemeinsames Seemanöver mit Russland. Wenige Tage zuvor hatte das Land die Straße von Hormus für Militärübungen vorübergehend gesperrt.
08:40 Uhr
Iran-Sorgen treiben Rüstungswerte
Zum Wochenschluss dominieren an den Börsen in Ostasien und Australien negative Vorzeichen. Die Möglichkeit eines US-Angriffs auf den Iran lässt die Anleger vorsichtig agieren, wie Marktteilnehmer berichten. Der südkoreanische Aktienmarkt zeigt sich davon derweil unbeeindruckt und setzt seinen Rekordkurs fort.
In Tokio gibt der Nikkei-Index um 1,1 Prozent nach auf 56.811 Punkte. Japanische Anleger trennen sich von Chip-, Automobil- und Finanzwerten. Tokyo Electron verbilligen sich um 1,4 Prozent, Toyota Motor um rund 4 Prozent und Sumitomo Mitsui Financial Group um 2,9 Prozent.
In Seoul geht es derweil mit dem Kospi um 2,3 Prozent nach oben auf ein neues Rekordhoch. Gesucht sind mit der Ungewissheit um die Entwicklung im Iran Rüstungsaktien wie Hanwha Systems, deren Kurs um fast 11 Prozent nach oben springt. Hyundai Rotem gewinnen 3,8 Prozent. Die Aktien des Chipherstellers SK Hynix verteuern sich um 6 Prozent.
08:21 Uhr
“Risk Off” ist das Gebot der Stunde
Die europäischen Aktienmärkte werden zum Handelsstart zunächst leicht höher erwartet. Im Tagesverlauf kann mit Blick auf die Entwicklung im nahen Osten der Verkaufsdruck wieder zunehmen. Denn “Risk Off” dürfte weiterhin das Gebot der Stunde sein. US-Präsident Donald Trump erwägt laut einem Bericht des Wall Street Journal einen ersten, begrenzten Militärschlag gegen den Iran. Ziel sei es, Teheran zur Annahme eines neuen Atomabkommens zu zwingen.
Die regionale Stationierung von US-Flugzeugen und Kriegsschiffen erhöht aktuell das Risiko, dass die USA das iranische Atomprogramm oder das Raketenarsenal angreifen oder versuchen könnten, das dortige Regime zu stürzen. Präsident Trump erklärte: “Wir werden entweder eine Einigung erzielen, oder es wird für sie unglücklich enden”.
Ansonsten stehen am Vormittag aus Deutschland und Frankreich die Einkaufsmanager-Indizes auf der Agenda, die Beachtung finden dürften. Am Nachmittag gilt dann die volle Aufmerksamkeit dann dem PCE-Preisindex aus den USA, ein bevorzugtes Maß der US-Notenbank bei der Steuerung ihrer Zinspolitik.
08:05 Uhr
Biontech verklagt Moderna
Biontech hat den US-Konkurrenten Moderna verklagt. In der bei einem Bundesgericht im US-Bundesstaat Delaware eingereichten Klage wirft das Biotechunternehmen dem US-Konzern vor, mit seinem neuen Corona-Impfstoff mNEXSPIKE Patente zu verletzen. Diese stünden im Zusammenhang mit dem Konkurrenzprodukt Comirnaty von Biontech und dessen US-Partner Pfizer.
Der Klage zufolge verletzt mNEXSPIKE die Rechte von Biontech an einer Technologie für ein optimiertes mRNA-Impfstoffdesign. Dieses ermögliche eine geringere Dosierung bei Patienten. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hatte das Moderna-Vakzin der nächsten Generation im Jahr 2025 zugelassen. Der Rechtsstreit ist Teil einer größeren Auseinandersetzung in der Branche.
07:47 Uhr
Trump prahlt mit Novartis-Deal
Novartis, Schweizer Pharma-Riese, will laut US-Präsident Donald Trump dank seiner Zollpolitik elf neue Fabriken in den USA errichten. Dies habe ihm der Vorstandschef des Unternehmens, Vas Narasimhan, bei einem Treffen im Weißen Haus gesagt, erklärte Trump bei einer Rede vor Stahlarbeitern in Rome im US-Bundesstaat Georgia.
07:28 Uhr
Delivery-Hero-Tochter muss 40.000 Fahrer anstellen
Die italienische Tochter des spanischen Lieferdienstes Glovo muss auf Anordnung eines Gerichts die Arbeitsverhältnisse von 40.000 Fahrern regeln. Das geht aus einem Gerichtsbeschluss hervor. Glovo wird von dem deutschen Dax-Konzern Delivery Hero kontrolliert.
Die Mailänder Staatsanwaltschaft hatte die italienische Glovo-Einheit Foodinho bereits Anfang des Monats unter gerichtliche Aufsicht gestellt. Gegen den Geschäftsführer wird wegen des Vorwurfs der Ausbeutung von Arbeitskräften ermittelt. Ein Richter in Mailand bestätigte nun diese Entscheidung und wies den gerichtlich bestellten Verwalter an, die legale Anstellung der Fahrer sicherzustellen. Dem Verwalter wurde die Befugnis erteilt, notfalls auch gegen den Willen des Managements zu entscheiden.
In dem Dekret, das die gerichtliche Aufsicht anordnete, heißt es, die Fahrer seien unterhalb der Armutsgrenze bezahlt worden. Der Durchschnittsverdienst habe bei 2,50 Euro pro Lieferung gelegen, in einigen Fällen mehr als 75 Prozent unter der Armutsgrenze. Das Existenzminimum für Arbeitnehmer in Italien liegt bei 1245 Euro im Monat. Der Fall ist beispielhaft für die Auseinandersetzungen um die Arbeitsbedingungen in der sogenannten Gig-Economy, bei der Aufträge über Online-Plattformen kurzfristig an oft scheinbar selbstständige Arbeitskräfte vergeben werden.
07:11 Uhr
“Ein guter Tag, um sich aus Schwierigkeiten herauszuhalten”
Die Aktienmärkte in Asien geben zum Wochenschluss nach. Die Anleger verhalten sich angesichts weltpolitischer Entwicklungen vorsichtig. “Es scheint wenig sinnvoll, angesichts der Unsicherheit im Nahen Osten vor dem Wochenende neue Risiken einzugehen”, sagt Brent Donnelly, Präsident von Spectra Markets. “Heute ist ein guter Tag, um sich aus Schwierigkeiten herauszuhalten.”
In Tokio gibt der Nikkei-Index 1,3 Prozent auf 56.718,45 Punkte nach. Der breiter gefasste Topix notiert 1,3 Prozent niedriger bei 3.800,40 Zählern. Die Börsen in China bleiben wegen Feiertagen geschlossen.
06:52 Uhr
Japans Kerninflation bereitet Bank of Japan Kopfzerbrechen
Die Kerninflation in Japan ist laut Regierungsdaten im Januar um zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. Dies ist der langsamste Anstieg seit zwei Jahren. Der Anstieg der Verbraucherpreise, bei dem die schwankungsanfälligen Preise für frische Lebensmittel herausgerechnet werden, entsprach den Markterwartungen. Er hatte im Dezember noch 2,4 Prozent erreicht.
Der nachlassende Kostendruck in Japan könnte die Entscheidung der Notenbank über den Zeitpunkt einer weiteren Zinserhöhung erschweren. Die BOJ hatte 2024 ein jahrzehntelanges, massives Konjunkturprogramm beendet und die Zinsen mehrfach angehoben, zuletzt im Dezember. Sie begründete dies damit, dass Japan stetige Fortschritte bei der dauerhaften Erreichung ihres Inflationsziels von zwei Prozent mache.
06:36 Uhr
Das ist los im frühen Devisengeschäft
Im asiatischen Devisenhandel verliert der Dollar geringfügig auf 155,13 Yen und gibt leicht auf 6,9080 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notiert er 0,1 Prozent höher bei 0,7759 Franken. Parallel dazu fällt der Euro um 0,1 Prozent auf 1,1756 Dollar und zieht leicht auf 0,9120 Franken an.
06:18 Uhr
KI-Offensive kommt Meta-Mitarbeiter teuer zu stehen
Meta kürzt offenbar erneut die jährlichen Aktienoptionen für seine Mitarbeiter, um Milliarden-Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) zu finanzieren. Die Zuteilung sei für die meisten Angestellten um etwa fünf Prozent reduziert worden, berichtete die “Financial Times” unter Berufung auf Insider. Bereits im vergangenen Jahr habe der Facebook-Mutterkonzern die aktienbasierten Vergütungen um rund zehn Prozent gekürzt. Meta-Chef Mark Zuckerberg richtet den Konzern stark auf KI aus. Meta rechnet für das Jahr 2026 mit Investitionsausgaben zwischen 115 und 135 Milliarden Dollar.
05:59 Uhr
Kippt die Zollpolitik von US-Präsident Trump?
Die gute Nachricht: Der Dax hat die 25.000er-Marke gehalten. Die schlechte Nachricht: Der deutsche Börsenleitindex musste nach zwei durchaus guten Handelstagen wieder Verluste hinnehmen, gab 0,9 Prozent ab und schloss mit 25.044 Punkten. Vor allem Quartalsberichte hatten für Missstimmung gesorgt: So konnte etwa Airbus nicht vollends überzeugen. Zudem wies Renault einen zweistelligen Milliardenverlust für 2025 aus und belastete damit den Autosektor.
Heute brauchen die Anleger etwas Geduld, denn die großen Themen stehen erst ab dem Nachmittag an: Zum einen dürfte das Wirtschaftswachstum in den USA sich vor der Jahreswende abgeschwächt haben. Fachleute erwarten, dass sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im vierten Quartal um auf das Jahr hochgerechnet 3,0 Prozent erhöht hat. Im Sommer war die Wirtschaft noch um 4,4 Prozent gewachsen. Auch die Notenbank geht von einer konjunkturellen Abkühlung aus, wie aus den Protokollen der jüngsten Zinssitzung hervorgeht. Die verfügbaren Indikatoren lassen demnach darauf schließen, dass sich das BIP-Wachstum im vierten Quartal verlangsamt hat – auch wegen des Shutdowns. Die 43-tägige Haushaltssperre der Regierung dürfte laut der Fed schätzungsweise einen Prozentpunkt Wachstum gekostet haben.
Zum anderen könnte der Oberste Gerichtshof der USA über die Rechtmäßigkeit der von Präsident Donald Trump verhängten Zölle entscheiden. Dies gilt als wichtiger Test für die Befugnisse des Präsidenten und dürfte Auswirkungen auf die Weltwirtschaft haben. Zuvor hatten Gerichte in unteren Instanzen geurteilt, dass Trump mit den Zöllen seine Kompetenzen als Präsident überschritten habe. Die US-Regierung legte daraufhin Berufung ein, weshalb der Fall nun vom Supreme Court entschieden werden muss. Das oberste US-Gericht teilt nicht vorab mit, welche Urteile es veröffentlichen wird.
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