2026-01-17 15:22:00
Der Musikstreaming-Dienst Spotify erhöht den Preis des werbefreien Premium-Abos in den USA und Europa. Auch für Familien und Studenten.
Seit Jahren ist Spotify der unumstrittene Marktführer im Bereich Musik-Streaming. Der schwedische Dienstleister hat sogar den Tech-Giganten Apple und dessen Apple Music hinter sich gelassen, und das, obwohl es fast andauernd stark kritisiert wird. Sogar große Namen wie Taylor Swift oder Thom Yorke von Radiohead lassen an Spotify kein gutes Haar. Das hindert den Streaming-Dienst allerdings nicht daran, seine Preise immer weiter zu erhöhen. Die neueste Steigerung fand in den USA und europäischen Ländern wie Estland und Lettland diese Woche statt.
Laut Variety handelt es sich um die dritte Preiserhöhung bei Spotify innerhalb von nur knapp 4 Jahren. Noch im Mai 2023 kostete ein Premium-Abo für eine Einzelperson 9,99 Dollar. Mittlerweile ist der Preis auf 12,99 Dollar angestiegen. Das Duo-Abo stieg von 16,99 auf 18,99 Dollar und Familien dürfen in Zukunft 21,99 statt 19,99 Dollar zahlen. Auch die Studierenden wurden nicht verschont. Ihr Abo stieg an um 1 Dollar, von 5,99 auf 6,99. Bei der Entwicklung stellt sich für viele Nutzer die Frage: Ist Deutschland als Nächstes dran?
Empörte Reaktionen auf Reddit und Social Media
Nutzer in Deutschland können zunächst erst einmal beruhigt aufatmen. Nachdem Spotify die Preise erst im November des vergangenen Jahres erhöht hat, wird es hierzulande hoffentlich eine Weile Ruhe herrschen. Die Hoffnung auf niedrigere Preise sollte sich allerdings keiner machen. Der Trend ist eindeutig: Es geht nach oben.
Wie es bei jeder Preiserhöhung der Fall ist, ließen verärgerte Reaktionen auf die Ankündigung nicht lange auf sich warten. In einem Thread auf Reddit hieß es etwa: „Ja, das wars. Tschüss, Spotify“ oder „Ich bin vor Monaten gegangen und ohne einen Blick zurück. Ich vermisse es überhaupt nicht.“ Diverse User haben auch günstigere Alternativen wie Deezer, Tidal oder Bandcamp vorgeschlagen.
Die empörten Reaktionen auf Reddit und Social Media, sowie Drohungen mit Abo-Abbrüchen werden bei Spotify wohl auf taube Ohren stoßen. Nicht zuletzt, weil der Streaming-Service im Jahr 2025 erneutes Wachstum verzeichnet hat. Laut der Analyse-Seite Statista stieg die Zahl der Premium-Abobesitzer von 276 auf 281 Millionen. Von einer Anpassung des Preises aufgrund von Kundenverlust kann also nicht die Rede sein. Wer nach Alternativen zu Spotify sucht, sollte sich Deezer anschauen.









