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Trump’s Greenland Offer: An Unethical Summit Setback

Trump’s Greenland Offer: An Unethical Summit Setback

2026-01-15 15:16:00

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Trump will Grönland und hat nicht vor, davon abzurücken. Auch ein Kauf war schon im Gespräch. Nun kursieren erste Summen. Es wäre nicht das erste Mal, dass die USA sich Gebiete einkaufen.

Washington, D.C. – Der Streit um Grönland droht weiter zu eskalieren. Die Gespräche zwischen den USA, Grönland und Dänemark am Mittwoch (14. Januar) blieben quasi ergebnislos; schon im Voraus reagierte Skandinavien wie auch Deutschland mit der Entsendung erster Truppen. Und Donald Trump? Der besteht noch immer auf einer Übernahme – angeblich aus Gründen der nationalen Sicherheit.

US-Präsident Donald Trump hat Grönland fest im Blick und pocht weiterhin auf eine amerikanische Übernahme. © Montage: Evgeniy Maloletka/dpa/AP SOPA Images/Imago

Dabei drohte die Trump-Regierung zuletzt nicht nur mit dem eigenen Militär, sondern versuchte auch, die Dänen und Grönländer mit Geldern zu überzeugen. Sowohl die Zivilbevölkerung als auch der Staat Dänemark sollten reichlich entlohnt werden. Nun werden erstmals konkrete Summen bekannt.

Möglicher Kauf von Grönland: Mehr als die Hälfte des US-Verteidigungsbudgets

Schätzungen zufolge könnte ein Grönland-Kauf die USA zwischen 500 und 700 Milliarden Dollar kosten. Laut NBC News stammen die Schätzungen von Wissenschaftlern und ehemaligen US-Beamten. Diese Summe entspreche mehr als der Hälfte des jährlichen US-Verteidigungsbudgets, berichtet das Portal.

Grönland und Dänemark betonten bereits mehrfach, dass die Insel nicht zum Verkauf stehe. Ein hochrangiger Beamter des Weißen Hauses sagte laut NBC News jedoch, dass Außenminister Marco Rubio angewiesen worden sei, in den kommenden Wochen einen Vorschlag zum Kauf Grönlands auszuarbeiten, und bezeichnete einen solchen Plan als „hohe Priorität“ für Trump.

Grönland-Übernahme: Trumps NATO-Argument zieht nicht

Donald Trump hatte die Übernahme Grönlands durch die USA unter anderem mit Blick auf das geplante Raketenabwehrsystem „Golden Dome“ (Goldene Kuppel) für unverzichtbar erklärt. „Die Vereinigten Staaten brauchen Grönland aus Gründen der Nationalen Sicherheit“, schrieb Trump am Mittwoch kurz vor dem Krisentreffen zu Grönland im Weißen Haus in seinem Onlinedienst Truth Social.

„Die NATO wird viel mächtiger und effektiver, wenn Grönland in den Händen der Vereinigten Staaten liegt. Alles andere ist inakzeptabel“, schrieb der US-Präsident weiter. Tatsächlich hätten die USA als NATO-Mitglied aber schon jetzt die Möglichkeit, einen „Golden Dome“ in Absprache mit Dänemark auf Grönland zu errichten.

Trumps Griff nach Grönland

Grönland, ein semi-autonomes Territorium Dänemarks mit etwa 57.000 Einwohnern, hat für die USA eine enorme strategische Bedeutung. Die Insel mit ihrer zirka 43.450 Kilometer langen Küstenlinie wird als wichtiger Puffer in der Arktis gegen Russland und China gesehen. Bereits jetzt unterhält das US-Militär eine Präsenz auf Grönland, insbesondere die Pituffik Space Base, die als Frühwarnsystem für potenzielle Angriffe aus Russland dient. Darüber hinaus birgt die weltweit größte Insel wertvolle Bodenschätze.

Die Europäer reagierten auf Trumps Drohungen nicht nur mit scharfen Worten, sondern auch mit konkreten Handlungen. Neben Dänemark haben auch Deutschland, Frankreich, Norwegen und Schweden erste Soldaten nach Grönland entsendet. Weiter plant Paris, ein Konsulat auf der Arktisinsel zu eröffnen.

Nicht nur Grönland: Die USA erkaufen sich seit Jahrhunderten ihre Gebiet

In der Vergangenheit warf Washington schon mehrfach ein Auge auf Grönland. Nach dem Zweiten Weltkrieg etwa bot die US-Regierung unter Harry S. Truman Dänemark Gold im Wert von 100 Millionen Dollar. Die Insel sei doch „völlig wertlos“, so das Argument. Zu einem Kauf kam es damals nicht. In anderen Fällen waren die US-Kaufambitionen erfolgreicher.

So verleibten sich die USA im Jahr 1848 nach dem Krieg mit Mexiko die heutigen US-Bundesstaaten Kalifornien, Nevada, Utah, New Mexico sowie große Teile von Arizona und Colorado ein. Die US-Regierung zahlt 15 Millionen Dollar und verpflichtet sich, die Schulden der US-Staatsbürger gegenüber Mexiko zu begleichen. 1854 zahlen die USA für weitere Gebiete in Arizona und New Mexico 10 Millionen Dollar.

Zuvor erwarben die Vereinigten Staaten auch Florida und Louisiana; im Jahr 1867 folgte das bis dahin russische Alaska für einen Spottpreis von 7,2 Millionen US-Dollar. 1917 kaufen die USA unter Präsident Woodrow Wilson den Dänen die in der Karibik gelegenen Inseln Saint Croix, Saint John und Saint Thomas – damals Dänisch-Westindien – für Gold im Wert von 25 Millionen Dollar ab. Die Amerikaner befürchten, dass die Deutschen nach einer Invasion Dänemarks im Ersten Weltkrieg die Kontrolle über die Inseln erlangen könnten. (Quellen: NBC News, dpa, AFP) (nak)

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