2026-02-05 02:33:00
Elf Filme starten diese Woche in den deutschen Kinos, darunter ein preisgekrönter südkoreanischer Thriller und drei deutsche Produktionen.
Elf neue Filme kommen am 5. Februar in die deutschen Kinos. Die Bandbreite reicht von Park Chan-wooks rabenschwarzer Komödie „No Other Choice“ über den Cannes-Gewinner „Ein Kuchen für den Präsidenten“ bis zur Neuverfilmung von Theodor Storms „Der Schimmelreiter“. Dazu gesellen sich eine Videospielverfilmung, ein K-Pop-Konzertfilm und ein kolumbianisches Fantasy-Debüt. Wer die Qual der Wahl hat, findet hier den Überblick.
Festivalpreise und Oscar-Hoffnungen
Mit „No Other Choice“ kommt einer der am besten bewerteten Filme des vergangenen Festivaljahres in die deutschen Kinos. Regisseur Park Chan-wook erzählt die Geschichte eines Experten für Papierherstellung, der nach 25 Jahren seinen Job verliert und daraufhin seine Konkurrenten um die wenigen verfügbaren Stellen systematisch eliminiert. Lee Byung-hun, bekannt als Front Man aus der Serie Squid Game, spielt die Hauptrolle, Son Ye-jin aus Crash Landing on You seine Ehefrau. Die rabenschwarze Komödie basiert auf dem Roman „The Ax“ von Donald E. Westlake, wurde bei den Golden Globes in drei Kategorien nominiert und ist Südkoreas offizieller Oscar-Beitrag.
Ebenfalls preisgekrönt ist „Ein Kuchen für den Präsidenten“ von Hasan Hadi. Im Irak der 1990er Jahre soll die 9-jährige Lamia unter Saddam Husseins Wirtschaftssanktionen einen Geburtstagskuchen für den Präsidenten backen. Der autobiografisch inspirierte Film mit Laiendarstellern gewann in Cannes die Camera d’Or und steht auf der Oscar-Shortlist für den besten internationalen Film. Das Drehbuch stammt von Hadi gemeinsam mit Oscar-Preisträger Eric Roth.
Deutsches Kino stark vertreten
Gleich drei deutsche Produktionen starten diese Woche. „Der Schimmelreiter“ von Franziska Meletzky verlegt Theodor Storms Novelle in die Gegenwart und liest sie als Geschichte über Klimawandel und gesellschaftliche Ignoranz. Max Hubacher aus „Der Hauptmann“ übernimmt die Rolle des Deichgrafen Hauke Haien in der ZDF/arte-Koproduktion.
„Ungeduld des Herzens“ von Lauro Cress basiert auf Stefan Zweigs gleichnamigem Roman. Der Film über einen Bundeswehr-Soldaten, der aus Mitleid Gefühle vortäuscht, gewann den Max Ophüls Preis 2025 als bester Spielfilm. In „Sabbatical“ von Judith Angerbauer reist eine junge Familie nach Griechenland, wo die erhoffte Auszeit zur Zerreißprobe wird. Trystan Pütter aus Babylon Berlin und Seyneb Saleh aus Dogs of Berlin spielen das Paar.
Internationale Entdeckungen
Aus Frankreich und Südkorea kommt „Winter in Sokcho“ von Koya Kamura. Der Film erzählt von einer jungen Frau in einer verschneiten koreanischen Küstenstadt, die durch einen französischen Künstler ihre eigene Identität hinterfragt. Die Romanverfilmung feierte ihre Premiere beim Toronto International Film Festival.
„Wahrheit & Verrat“ erzählt die wahre Geschichte von Helmuth Hübener, dem jüngsten zum Tode verurteilten Widerstandskämpfer im NS-Regime. Rupert Evans, bekannt aus The Man in the High Castle, spielt eine der Hauptrollen. Parallel zum Kinofilm erschien auch eine vierteilige Miniserie auf der Angel-Plattform. Aus Kolumbien stammt „Rains Over Babel“ von Gala del Sol, eine tropisch-punkige Neuinterpretation von Dantes Inferno mit einer zu 92 Prozent afro-lateinamerikanischen Besetzung.
Horror und Sonderformate
Genrefans können sich auf „Return to Silent Hill“ freuen. Christophe Gans, Regisseur des ersten „Silent Hill“-Films von 2006, kehrt mit einer Adaption des Videospiels „Silent Hill 2“ zurück. Jeremy Irvine sucht als James Sunderland seine verstorbene Frau in der titelgebenden Geisterstadt. Creature Designer Patrick Tatopoulos setzte dabei fast ausschließlich auf praktische Effekte.
K-Pop-Fans kommen mit „Stray Kids: The dominATE Experience“ auf ihre Kosten. Der Konzertfilm der achtköpfigen Boyband entstand im ausverkauften SoFi Stadium in Los Angeles.