2026-01-20 20:24:00
- Prominente wie Hailey Bieber und Kylie Jenner teilen vermehrt Inhalte aus dem Jahr 2016.
- Sie nehmen an einem Social-Media-Trend teil, der 2016 als «einfachere Zeit» feiert.
- Der Trend ist eine Reaktion auf aktuelle Krisen und die Verbreitung von KI-Inhalten.
- Viele erinnern sich an alte Filter und Modetrends wie Choker-Ketten.
Man mag es kaum glauben, doch: 2016 ist wirklich schon zehn Jahre her! Beim Scrollen durch den Social-Media-Feed wird einem das mitunter auf prominente Weise in Erinnerung gerufen. Denn auch zahlreiche Stars wie Hailey Bieber (29) oder Kylie Jenner (28) nehmen an einem Internet-Trend teil, bei dem deklariert wird: «2026 ist das neue 2016». Aber was hat es damit genau auf sich und warum ist der Blick in die zehnjährige Vergangenheit ausgerechnet jetzt so erfolgreich?
Wie bei Nostalgie-Posts üblich, verweist auch «2026 ist das neue 2016» auf eine Zeit, in der das Leben vermeintlich unkomplizierter und folglich lebenswerter war. Eine Medienexpertin erklärt gegenüber CNN, dass 2016 für viele eine unbeschwertere, glücklichere Zeit gewesen sei. «Wir waren weniger online, aber gleichzeitig mehr zusammen in den Räumen, in denen wir online waren.»
Besondere Traktion erhält der Trend womöglich durch derzeitige geopolitische Brennpunkte, die manch einen zum sehnsuchtsvollen Blick zurück animieren. Für andere ist es wohl einfach eine witzige Zeitreise. «You just had to be there» (dt. «Man musste einfach dabei sein») schreiben viele zu ihren 2016-Rückblicken.
Schon jetzt deutet das Internet-Phänomen zudem eine gewisse KI-Verdrossenheit an. Der Grundtenor: Vor zehn Jahren musste noch nicht bei jedem Foto oder Video im Feed überlegt werden, ob es sich dabei um einen Fake-Inhalt handelt, der per Prompt an die künstliche Intelligenz entstanden ist.
Schaust du auch manchmal wehmütig auf vergangene Zeiten zurück?
Als Filter noch neu waren
Die unverfängliche Zeitreise der Posts erinnert an die eine oder andere Filter- und Modesünde, wie viele Userinnen und User amüsiert zu ihren Rückblicken schreiben. 2016 kamen aber auch etwa diverse Tools in den sozialen Netzwerken auf, die von vielen Nutzern teils inflationär benutzt wurden.
Auch Stars wie Kendall Jenner oder Ariana Grande verpassten sich damals lustige Hundeschnauzen und Katzenohren, oder spielten in den Bildoptionen grosszügig an Sättigungs- und Weichzeichnungsreglern. Was die Throwback-Fotos ebenfalls eindrucksvoll belegen: Um Choker-Ketten kamen 2016 auch viele Celebrity-Damen nicht umher.
DiCaprios erster Oscar, ukrainischer ESC-Sieg, Raubüberfall auf Kim Kardashian
Was war 2016 sonst noch popkulturell und politisch geboten? Bei den Oscars wurde Anfang des Jahres das Drama «Spotlight» ausgezeichnet, Leonardo DiCaprio erhielt für «The Revenant» endlich seinen ersten Academy Award. An den weltweiten Kinokassen war kein Vorbeikommen an «The First Avenger: Civil War», musikalisch setzten Drake und Justin Bieber mit ihren Songs «One Dance» und «Love Yourself» Ausrufezeichen.
Beim Brexit-Referendum im Juni stimmte eine Mehrheit der Briten für einen Ausstieg aus der EU. Derweil aus heutiger Sicht eine Erinnerung an friedlichere Zeiten: Den ESC-Sieg holte die ukrainische Sängerin Jamala – und durfte sich somit darüber freuen, dass der Contest 2017 im damals noch unversehrten Kiew ausgetragen wird.

Für Reality-Star Kim Kardashian (44) war 2016 ein prägendes Jahr. Am 3. Oktober 2016 wurde sie in einem Pariser Luxushotel überfallen. Damals drangen mehrere maskierte Männer in Kardashians Zimmer ein, gaben sich zuvor als Polizisten aus, fesselten sie, bedrohten sie mit einer Waffe und raubten Schmuck im Wert von mehr als acht Millionen Franken. Darunter befand sich ein Ring mit auffälligem Steinbesatz. Der Grossteil der Beute ist bis heute verschwunden. Wegen ihres Alters werden die Täter in den Medien auch als «Opa-Gangster» bezeichnet. Erst im Mai 2025 wurden sie schuldig gesprochen.

Mit Material von Spot On
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