2026-01-18 13:14:00
- Marco (25) hat sich im Kosovo für eine Haartransplantation unters Messer gelegt.
- Die Operation dauerte 12 Stunden und kostete 2000 Franken.
- Bei ihm hat der Haarausfall begonnen, als er 21 Jahre alt war.
- Das Ergebnis ist erst nach einem Jahr vollumfänglich ersichtlich, mit dem aktuellen Stand ist er zufrieden.
Marco (25) reiste für eine Haartransplantation im Oktober 2025 in den Kosovo. Der Haarausfall setzte bei ihm bereits mit etwa 21 Jahren ein. «Den kannst du nicht aufhalten», sagt er zu 20 Minuten. «Es gibt zwar viele Leute, denen steht eine Glatze, aber ich würde dann gleich viel älter aussehen.»
Für ihn sei deshalb klar gewesen, dass er etwas dagegen unternehmen wolle. «Ich habe die Transplantation aus ästhetischen Gründen gemacht, nicht wegen Insecurities», so der Immobilienbewirtschafter weiter.
Coiffeur empfahl Klinik im Kosovo
«Dass ich erst 25 bin und noch nicht 40, hat mir bei der Entscheidung schon geholfen, die Haartransplantation wirklich zu machen», sagt Marco. Sein Coiffeur habe ihm schliesslich eine Klinik im Kosovo empfohlen. «Dort war auch schon Granit Xhaka», so Marco. Das habe ihm zusätzliches Vertrauen in die Seriosität der Klinik gegeben.
«Wäre ich schon 40, hätte ich mir eher eine Glatze gemacht.»
Bei ihm wurde die sogenannte FUE-Methode angewendet. Dabei werden einzelne Haare mitsamt der Wurzel aus einem Spenderbereich entnommen und in die kahler werdenden Stellen eingesetzt. In seinem Fall wurden die Haare seitlich am Kopf entnommen und im oberen Bereich wieder eingesetzt: «Es hat sich angefühlt wie im Tattoostudio.»
12 Stunden operiert – «Am Mittag Pizza bestellt»
Vor dem Einsetzen werden mit einem Skalpell feine Schnitte in die Kopfhaut gemacht. «Sehr schmerzhaft waren die Spritzen zum Betäuben, danach war es kein Problem mehr», sagt Marco. Der Eingriff dauerte über zwölf Stunden. «Am Mittag haben wir Pizza bestellt», erzählt er. Insgesamt wurden rund 6500 Implantate eingesetzt.
Für den Eingriff bezahlte Marco umgerechnet rund 2000 Franken. Zusammen mit dem neuntägigen Aufenthalt beliefen sich die Gesamtkosten auf etwa 2500 Franken. Die Klinik beschreibt er als modern und professionell ausgestattet. Während dieser Zeit, die er dort war, ist ihm aufgefallen, dass verhältnismässig viele Schweizer Autokennzeichen zu sehen waren.
Heilprozess: «Durfte einen Monat nichts tun»
Empfohlen wird der Eingriff meist im Winter, da starkes Schwitzen die Heilung beeinträchtigen kann. «Ich musste mich einen Monat stillhalten, damit es gut verheilen kann», sagt Marco. Die ersten acht Tage nach der Operation blieb er im Kosovo. In dieser Zeit fanden tägliche Nachkontrollen und Reinigungen der Kopfhaut statt.
Eine Haartransplantation in der Türkei zog Marco ebenfalls in Betracht, entschied sich aber dagegen. Dort gebe es ein sehr grosses Angebot und höhere Preise. «Sie machen ganze Erlebnisangebote. Ich hatte die Befürchtung, dass sie damit Qualität kompensieren.»
Das endgültige Resultat sei erst nach rund einem Jahr sichtbar. Nach drei Monaten seit der Transplantation ist Marco mit dem Ergebnis zufrieden. «Im Vergleich zu vorher ist es sicher besser.»
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