Service Changes on February 2nd: What’s Affected and What’s Continuing

2026-02-01 21:40:00

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Verdi hat für Montag (2. Februar 2026) zum Streik bei der KVB in Köln aufgerufen. Die meisten Busse und Bahnen fallen aus – es gibt aber Alternativen.

Köln – Im Zuge bundesweiter Warnstreiks im kommunalen Nahverkehr legt die Gewerkschaft Verdi am Montag (2. Februar 2026) auch in zahlreichen Städten und bei vielen Verkehrsunternehmen in Nordrhein-Westfalen den Betrieb lahm. Betroffen sind landesweit rund 30.000 Beschäftigte aus über 30 Unternehmen – darunter auch die KVB in Köln. Die Fahrgäste müssen sich auf massive Einschränkungen im Bus- und Bahnverkehr einstellen. Fast keine Stadtbahn wird fahren und auch bei den Bussen kommt es zu erheblichen Ausfällen.

KVB-Streik in Köln: Stadtbahnen fallen am Montag (2. Februar) komplett aus

Die KVB in Köln könnte bald wieder von Streiks betroffen sein. (Archibild) © Panama Pictures/Imago
  • Wann wird gestreikt? Von Montag (2. Februar 2026) um 3 Uhr bis Dienstag (3. Februar 2026) um 3 Uhr.
  • Welche KVB-Linien sind betroffen? Alle Stadtbahnen fallen komplett aus. Bei den Bussen verkehren nur einzelne Fahrten von Subunternehmen.
  • Gibt es weitere Auswirkungen? Die Kundencenter und Verkaufsstellen der KVB bleiben am Streiktag geschlossen.

Der ganztägige Warnstreik beginnt am Montag, 2. Februar 2026, um 3 Uhr morgens und endet erst wieder zum Betriebsbeginn am Dienstag, 3. Februar 2026, ebenfalls um 3 Uhr. Über diesen Zeitraum von 24 Stunden werden keinerlei Stadtbahnlinien der KVB verkehren. Auch die Buslinien sind nahezu vollständig vom Streik betroffen. Die Arbeitsniederlegung durch die Gewerkschaft Verdi hat zudem zur Folge, dass die Mobilitätsgarantie der KVB zu dieser Zeit nicht greift.

Der Warnstreik betrifft auch die KVB-Linie 16 und KVB-Linie 18, die jeweils nach Bonn beziehungsweise von dort aus fahren. Da die KVB diese Verbindungen gemeinsam mit den Stadtwerken Bonn (SWB) betreibt und bei der SWB ebenfalls gestreikt wird, findet auf beiden Linien am Montag kein Verkehr statt.

Welche Busse fahren trotz KVB-Streik am Montag in Köln?

Während die Stadtbahn komplett ausfällt, werden zumindest einige Buslinien der KVB dennoch am Streiktag zumindest teilweise bedient. „Im Busverkehr selbst finden nur vereinzelte Fahrten durch Subunternehmen statt“, teilt die KVB mit. Welche konkreten Busfahrten stattfinden, wird so bald wie möglich in der elektronischen Fahrplanauskunft der KVB-App angezeigt und zudem als Minifahrplan auf der KVB-Website veröffentlicht werden. Bei der Suche in der Fahrplanauskunft empfiehlt die KVB, statt der Abfahrtshaltestelle die eigene Adresse einzugeben. Dann werden einem auch andere stattfindende Fahrten in der Nähe angezeigt.

Welche Alternativen haben Pendler am Montag in Köln?

Die Deutsche Bahn und andere Eisenbahnverkehrsunternehmen, wie beispielsweise auch die Mittelrheinbahn, sind vom Verdi-Warnstreik nicht betroffen. Dort sollen am Montag die RE- und RB-Züge sowie die S-Bahn ganz regulär fahren. Das könnte zumindest teilweise eine Alternative für Pendlerinnen und Pendler in Köln darstellen. Denn gerade die Züge der S-Bahn Köln fahren auch mehrere Kölner Stadtteile an. Außerdem gelten innerhalb der räumlichen Geltungsbereiche im Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) die Tickets der KVB-Kunden auch in diesen Verkehrsmitteln.

Eine weitere Möglichkeit ist es, auf die diversen Anbieter von E-Scootern, Rollern oder Leihfahrrädern zurückzugreifen. Beispielsweise gibt es in ganz Köln etliche KVB-Räder, welche sich gerade für Abo-Inhaber eines Deutschlandtickets oder einer VRS-Chipkarte lohnen. Diese können die Fahrräder jeweils 30 Minuten pro Fahrt kostenlos nutzen. Alle anderen zahlen 1 Euro für 15 Minuten.

Warum wird beim ÖPNV in NRW jetzt gestreikt?

Hintergrund des Warnstreiks sind die laufenden Tarifverhandlungen mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband Nordrhein-Westfalen (KAV NW). Die erste Verhandlungsrunde war am 21. Januar 2026 in Köln ergebnislos beendet worden. Im Anschluss hatte die Gewerkschaft Verdi bereits angekündigt den Bus- und Bahnverkehr in NRW bestreiken zu wollen.

Das fordert Verdi für die Beschäftigten im NRW-Nahverkehr

Im Gegensatz zu anderen Bundesländern geht es in NRW aktuell nicht um höhere Löhne – die Gehaltsentwicklung ist bereits automatisch an den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) gekoppelt. Verhandelt wird stattdessen der Manteltarifvertrag, der die Rahmenbedingungen der Arbeit regelt. Verdi hat seine Forderungen in Zusammenarbeit mit den Beschäftigten erarbeitet und konzentriert sich auf mehr Entlastung:

Die wöchentliche Arbeitszeit ist bei vollem Lohnausgleich zu kürzen

Die Ruhezeit zwischen zwei Schichten beträgt mindestens 11 Stunden

Der Zuschlag für Arbeit am Sonntag beträgt mindestens 40 Prozent

Der Freistellungsumfang für Gewerkschaftsarbeit wird auf 8 Tage erhöht

Der Geltungsbereich wird auf kurzfristig Beschäftigte/Minijobs ausgeweitet

Die Laufzeit beträgt 24 Monate, verhandelt wird der Manteltarifvertrag

„Die Arbeitsbelastung ist in vielen Bereichen kaum noch zu bewältigen“, sagt Frank Michael Munkler, Gewerkschaftssekretär von Verdi. „Es braucht spürbare Verbesserungen, um einen zukunftsfesten ÖPNV zu bekommen.“ Tjark Sauer, Verdi-Bezirksgeschäftsführer, ergänzt: „Das geht aber nur gemeinsam mit den Arbeitgebern, die bisher nicht einmal ein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt haben. Sie drohen aber mit Gegenforderungen und Verschlechterungen.“ (os)

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