Gruber Condemns Green Party Proposal: Outrage and Debate Erupt

2026-02-06 13:02:00

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Er will Ministerpräsident in Baden-Württemberg werden. Cem Özdemir ist mitten im Wahlkampf und spricht über die Zukunft des Autos. Aus Bayern reagiert Monika Gruber – mit deutlichen Worten.

München – Bei kaum einem Thema werden Deutsche so emotional: das Auto. Die Zahl der zugelassenen KFZ erreichte 2025 laut Statistischem Bundesamt einen Höchststand. Für viele ist der eigene Wagen alternativlos – für den Weg in die Arbeit oder zum Einkauf. Für andere steht er einfach für Lebensqualität. Gemeinsam hat die Mehrzahl aber eins: Bei der Frage, welches Auto es sein soll, fällt die Wahl noch immer meistens auf den Verbrenner. 2,8 Millionen Wagen gingen 2025 über die Verkaufstheke, 490.000 davon elektrisch, wie das Kraftfahrt-Bundesamt mitteilte. Das „Aus vom Verbrenner-Aus“ im vergangenen Jahr sollte der gebeutelten Autoindustrie in Europa, und insbesondere in Deutschland, eine Verschnaufpause geben. Die kürzlich verabschiedete E-AutoPrämie der Bundesregierung, der Versuch, dem stockenden E-Markt neuen Schwung zu geben.

Cem Özdemir, (Bündnis 90/Die Grünen), Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Baden-Württemberg 2026. © Bernd Weißbrod/dpa

Doch egal wie man es wendet, welche Zahlen auf dem Tisch liegen oder wie sich der Weltmarkt entwickelt: Die Beziehung der Deutschen zum Auto lebt vor allem von Emotionen. Zu spüren bekommt das auch der Wahlkampf im „Superwahljahr“ 2026.

„Verbrenner fahren, bis er auseinanderfällt“: Monika Gruber reagiert wütend auf Grünen-Idee

Grünen-Realo Cem Özdemir, der Anfang März das Zepter im Autoland Baden-Württemberg übernehmen will, muss beim Thema KFZ einen Drahtseilakt schaffen. Die Angst, Stuttgart werde das neue „Detroit“, wenn Mercedes den Anschluss verliere, geht um. Die schwäbische Autoseele pflegen und hegen, gleichzeitig aber die Weichen für die Zukunft stellen, ein Wahlkampf-Thema, das womöglich entscheidende Prozentpunkte mit sich bringt. Im Gespräch mit der Augsburger Allgemeinen positionierte sich Özdemir jetzt klar: „Das Auto der Zukunft fährt elektrisch, denkt digital, kommuniziert vernetzt, steuert autonom.“ Und weiter: „Wer das ignoriert, schadet unserer Autoindustrie und gefährdet Arbeitsplätze.“

Kabarettistin Monika Gruber (Symbolbild).
Kabarettistin Monika Gruber (Archivbild). © Smith/Imago

Eine deutliche Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. Absenderin: die Kabarettistin Monika Gruber, geboren im Landkreis Erding, im Autoland Bayern. „Bis er auseinanderfällt“ werde sie ihren Verbrenner fahren, schreibt sie auf X. Alle zwei Jahre, so Gruber, würde sie ein neues Leasing-Auto fahren. Bei ihrem aktuellen Verbrenner (ein SUV, wie sie selbst betont) würde viel mehr Elektronik verbaut sein als noch im Vorgänger. Die Folge: „In den ersten zwei Wochen ist bereits: tagelang die Heizung sowie das komplette Navi (während der Fahrt!) ausgefallen, die Sitz-und Lenkradheizung ließ sich nicht steuern und einmal konnte ich ihn minutenlang nicht starten. Ich wage mir gar nicht vorzustellen, was bei einer vollelektrischen Karre los sein würde.“

Cem Özdemir spricht über Zukunft des Autos – Monika Gruber reagiert ausführlich

Die offensichtlich enttäuschende Erfahrung hat die Kabarettistin jetzt zu einer Entscheidung gebracht, die sie im Beitrag als direkte Reaktion auf Özdemirs Zukunftsszenario preisgibt: „Ich werde mir demnächst einen Verbrenner der Vorgängergeneration kaufen und diesen fahren, bis er auseinanderfällt.“ Und weiter: „Und im Winter dürfen mich alle gern anrufen, deren Elektroschrott wir – also ich oder mein Bruder mit seinem Traktor – abschleppen soll, wenn er liegengeblieben ist.“ Für Monika Gruber ist Autofahren auch eine Frage des Komforts, gern hat sie ihre Ruhe auf Reisen, verzichtet daher aufs Bahnfahren, wie sie in einem Gespräch mit Harald Schmidt jüngst erklärte. Dass niemandem das Auto weggenommen werden soll oder gar ein E-Auto-Zwang besteht, nicht der Rede wert.

In der Kommentarspalte bestätigen die Nutzer dennoch das Bild, das Deutsche beim Thema Auto haben: Emotionen, Emotionen, Emotionen. So viele Emotionen, die zeigen, wie die Kultur einer Nation an einem Thema hochschaukeln kann. Denn eins ist klar: Das Verbrenner-Aus, es wird kommen. Der Umstieg zu neuen Antrieben, er ist unausweichlich. Allerdings muss er den kleinen Geldbeutel genauso mitnehmen, wie dass er garantieren muss, dass individuelle Mobilität weiterhin für jeden möglich ist. Damit könnte der Schmerz schnell in Offenheit für das Neue umgemünzt werden.

Monika Gruber hält nichts von modernen Autos, und wird deutlich

Wie die Verkaufszahlen für neue Pkw in Deutschland in zehn Jahren aussehen, das weiß niemand. Ob es dann noch mehr pro Einwohner gibt als heute, ungewiss. Die aktuellen Zahlen müssen aber Weckruf für die Politik sein: Autofahren ist Menschen wichtig. Umso entscheidender, der Realität ins Auge zu sehen und den Umstieg attraktiv und für jeden verständlich zu machen. Auch wenn vereinfachte Zusammenhänge und das Unterteilen in Weiss und Schwarz im politischen Wahlkampf sich auch beim Auto immer größerer Beliebtheit erfreuen. Cem Özdemir probiert es mit der schonungslosen Realität. Ob das Schwabenland da mitgeht, bleibt abzuwarten. Doch wenn das bundesweit in naher Zukunft gelingt, fährt Monika Gruber vielleicht doch irgendwann ein E-Leasing-Auto. Und der Traktor der Familie braucht nicht weiter als verstecktes Symbol der vermeintlichen Vernunft herzuhalten. (Quelle: Statistisches Bundesamt, Kraftfahrt-Bundesamt, Augsburger Allgemeine, X) (lso)

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