Fiber Optic Internet: Technology, Rollout, Costs & Availability

2026-02-07 22:05:00

Das Wichtigste in Kürze

  • Verfügbarkeits-Check: Anders als bei DSL können Sie nicht jeden Glasfaseranbieter überall buchen. Meistens sind es nur ein oder zwei Provider, die Sie beliefern können – wenn überhaupt. Prüfen Sie immer zuerst, wer Ihre Adresse überhaupt versorgt.
  • Tempo-Bedarf: Für Familien und Home-Office reichen Tarife mit 100 bis 300 Megabit pro Sekunde (Mbps) meist völlig aus. Gigabit-Speed mit 1.000 Mbps ist oft teurer Luxus.
  • Router-Wahl: Sie müssen nicht zwingend einen neuen Router kaufen oder mieten. Oft reicht ein günstiges Glasfaser-Modem des Anbieters, an das Sie Ihren vorhandenen WLAN-Router anschließen.
  • Regional-Anbieter: In vielen Städten, Kommunen und Regionen sind lokale Anbieter wie SachsenEnergie, EWE, R-KOM, M-net oder NetCologne oft günstiger oder besser verfügbar als die Telekom oder Vodafone.

Tariftipps: Empfehlungen von günstig bis schnell

Wichtig vorab – der Glasfaser-Check: Bevor Sie sich für einen Tarif entscheiden, müssen Sie wissen: Der Glasfasermarkt in Deutschland ist ein Flickenteppich. Anders als bei DSL oder Mobilfunk können Sie nicht überall jeden Anbieter frei wählen. Oft hat ein bestimmtes Unternehmen (etwa die Telekom, Deutsche Glasfaser oder ein lokaler Versorger) den Ausbau in Ihrer Straße exklusiv übernommen. Daher der dringende Rat: Prüfen Sie zuerst die Verfügbarkeit an Ihrer Adresse. Wenn Sie die Wahl haben, helfen Ihnen die folgenden Redaktionstipps zur Orientierung. Denn COMPUTER BILD hat die Angebote der großen überregionalen Anbieter analysiert und für vier Geschwindigkeitsklassen jeweils einen empfehlenswerten Tarif herausgesucht.

Tipp für Einsteiger (150 Mbps)

Für Singles und Paare, die einfach nur surfen und streamen wollen, ist der 1&1 Glasfaser 150 derzeit die erste Wahl. Mit dauerhaft 34,99 Euro ist er der günstigste Glasfaser-Einstieg unter den bundesweiten Anbietern und schont die Haushaltskasse spürbar. Zudem bekommen Sie hier mit 150 Mbps Download-Tempo mehr Leistung als bei der Konkurrenz, die in der Einstiegsklasse oft nur 100 Mbps liefert.

Tipp für Allrounder (300 Mbps)

Der Tarif O2 Home L bietet mit 300 Mbps genug Reserven für Familien und das Home-Office, ohne das Budget zu sprengen. O2 verlangt preiswerte 44,99 Euro im Monat. Der große Pluspunkt ist die Ausstattung: Bei O2 ist eine Flatrate in alle deutschen Mobilfunknetze bereits inklusive, während Sie bei der Telekom für vergleichbare Leistung über 5 Euro mehr zahlen müssten.

Tipp für viel Leistung fürs Geld (600 Mbps)

Wer größere Datenmengen bewegt, bekommt bei Vodafone viel Leistung fürs Geld. Der Tarif bietet satte 600 Mbps Download-Geschwindigkeit für 54,99 Euro. Damit ist Vodafone exakt so günstig wie der Preisführer 1&1 in dieser Geschwindigkeitsklasse, bietet aber mit der Flatrate für Telefonate ins deutsche Fest- und Mobilfunknetz noch einen wertvollen Bonus obendrauf.

Tipp für Kompromisslose (1.000 Mbps)

Glasfaser in der Region: Die lokalen Spezialisten

In vielen Metropolen und Landkreisen sind nicht die bundesweiten Riesen, sondern lokale Unternehmen die Platzhirsche. Oft haben diese Anbieter ihre Netze schon ausgebaut, bevor Telekom & Co. den ersten Spatenstich gesetzt haben. Ein Check dieser Lokalanbieter lohnt sich praktisch immer.

  • Berlin & Brandenburg: Wer in der Hauptstadt oder im Umland (auch Sachsen-Anhalt) wohnt, sollte die Verfügbarkeit von DNS:NET prüfen. Der Anbieter ist aggressiv beim Ausbau und bietet in einigen Gebieten laut unserer Übersicht sogar Spitzen-Geschwindigkeiten bis 2.500 Mbps an.
  • München & Nürnberg: In Bayern führt oft kein Weg an M-net vorbei. Der Provider versorgt weite Teile der Städte mit eigenem Glasfasernetz und bietet mit Preisen um 65 Euro für den Gigabit-Anschluss faire Konditionen.
  • Hamburg & Umgebung: Hier sind wilhelm.tel (beziehungsweise willy.tel) die bekannten Größen. Ein Blick in die Tabelle unten zeigt: Mit knapp 30 Euro für den Einstiegstarif sind die Nordlichter sehr günstig.
  • Köln/Bonner Raum: Im Rheinland dominiert NetCologne den Markt. Der Anbieter ist in der Region extrem stark vernetzt und bietet oft attraktive Kombi-Pakete aus Internet und TV.
  • Hannover & Region: Hier ist htp der klassische Regionalversorger, der Stadt und Umland mit stabilen Glasfaserleitungen versorgt.
  • Ruhrgebiet & NRW: In der Emscher-Lippe-Region ist Gelsen-net stark vertreten. Zudem treiben in Nordrhein-Westfalen (wie auch in Hessen und Niedersachsen) Anbieter wie E.ON Highspeed den Ausbau voran.
  • Nordwesten Deutschlands: In weiten Teilen Niedersachsens und Bremens ist EWE (oft in Kooperation als “Glasfaser Nordwest”) der wichtigste Infrastruktur-Partner.

Vergleichstabelle: Glasfaser-Anbieter in Deutschland

bundesweit

Deutsche GigaNetz

bundesweit

Deutsche Glasfaser

Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt

DNS:NET

Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz

E.ON

Bremen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen

EWE TEL/SWB/Osnatel

Emscher-Lippe-Region in NRW

Gelsen-net

Bayern, Baden- Württemberg, Hessen, Rheinland- Pfalz, NRW, Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt

Leonet

Schwaben (Bayern), Oberbayern

LEW

Großraum Köln/Bonn

NetCologne

Baden-Württemberg

NetCom BW

Niedersachsen, Schleswig-Holstein

Nordischnet

Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen u.a.

Pyur

Nordrhein-Westfalen

Sewikom

Schleswig-Holstein

SWN Stadtwerke Neumünster

Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen

Teranet

Baden-Württemberg, Hessen, Niedersachsen, Schleswig- Holstein

TNG

Schleswig-Holstein

VS Media

Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern

WEMAG

Tarife ab 100 Mbps (Download-/Upload-Tempo)

Tarife ab 100 Mbps (Download-/Upload-Tempo)

34,99 Euro (150/75 Mbps)

39,99 Euro (150/75 Mbps)

39,99 Euro (100/50 Mbps)

39,99 Euro (150/75 Mbps)

45,95 Euro (150/75 Mbps)

38 Euro (150/75 Mbps)

44,99 Euro (150/75 Mbps)

44,90 Euro (150/75 Mbps)

42,90 Euro (100/40 Mbps)

39,99 Euro (100/50 Mbps)

34,90 Euro (150/75 Mbps)

29,95 Euro (150/75 Mbps)

44,90 Euro (150/75 Mbps)

39,90 Euro (100/40 Mbps)

39,95 Euro (150/70 Mbps)

44,90 Euro (100/20 Mbps)

41,95 Euro (100/40 Mbps)

40 Euro (150/75 Mbps)

Tarife ab 200 Mbps (Download-/Upload-Tempo)

Tarife ab 200 Mbps (Download-/Upload-Tempo)

39,99 Euro (300/150 Mbps)

44,99 Euro (300/150 Mbps)

49,99 Euro (300/150 Mbps)

44,99 Euro (300/150 Mbps)

50,95 Euro (300/150 Mbps)

45 Euro (300/150 Mbps)

49,99 Euro (300/150 Mbps)

49,90 Euro (300/150 Mbps)

44,90 Euro (300/150 Mbps)

34,90 Euro (300/100 Mbps)

49,99 Euro (300/75 Mbps)

38,90 Euro (300/150 Mbps)

49,95 Euro (250/250 Mbps)

44,95 Euro (300/150 Mbps)

54,90 Euro (300/150 Mbps)

49,90 Euro (300/125 Mbps)

44,90 Euro (250/100 Mbps)

44,95 Euro (300/150 Mbps)

49,90 Euro (300/60 Mbps)

39,90 Euro (200/100 Mbps); 44,90 Euro (300/100 Mbps); 49,90 Euro (400/100 Mbps)

39,99 Euro (250/125 Mbps)

49,95 Euro (250/50 Mbps)

45 Euro (300/150 Mbps)

49,90 Euro (300/125 Mbps)

39,90 Euro (400/200 Mbps)

44,90 Euro (300/150 Mbps)

39,90 Euro (300/300 Mbps)

39,99 Euro (200/200 Mbps), 44,99 Euro (300/300 Mbps)

Tarife ab 500 Mbps (Download-/Upload-Tempo)

Tarife ab 500 Mbps (Download-/Upload-Tempo)

54,99 Euro (600/300 Mbps)

59,99 Euro (600/300 Mbps)

69,99 Euro (500/250 Mbps)

59,99 Euro (600/300 Mbps)

60,95 Euro (600/300 Mbps)

55 Euro (600/300 Mbps)

54,99 Euro (600/300 Mbps)

59,90 Euro (600/300 Mbps)

59,90 Euro (600/300 Mbps)

49,90 Euro (600/200 Mbps)

59,99 Euro (500/100 Mbps)

49,90 Euro (600/300 Mbps)

59,95 Euro (500/250 Mbps)

54,95 Euro (600/300 Mbps)

69,90 Euro (600/300 Mbps)

59,90 Euro (600/250 Mbps)

49,90 Euro (500/200 Mbps)

49,95 Euro (600/300 Mbps)

79,90 Euro (500/100 Mbps)

64,90 Euro (500/200 Mbps)

44,99 Euro (500/250 Mbps)

59,95 Euro (500/100 Mbps)

55 Euro (600/300 Mbps)

59,90 Euro (600/250 Mbps)

49,90 Euro (600/300 Mbps); 59,90 Euro (800/400 Mbps)

54,90 Euro (600/300 Mbps)

64,99 Euro (600/600 Mbps)

Tarife ab 1.000 Mbps (Download-/Upload-Tempo)

Tarife ab 1.000 Mbps (Download-/Upload-Tempo)

64,99 Euro (1.000/500 Mbps)

69,99 Euro (1.000/500 Mbps); 109,99 Euro (2.500/ 1.250 Mbps)

89,99 Euro (1.000/500 Mbps)

69,99 Euro (1.000/500 Mbps)

70,95 Euro (1.000/500 Mbps); 140,95 Euro (2.000/1.000 Mbps)

65 Euro (1.000/500 Mbps)

69,99 Euro (1.000/500 Mbps)

74,99 Euro (1.000/500 Mbps), 99,99 Euro (8.500/ 8.500 Mbps)

69,90 Euro (1.000/500 Mbps); 139,90 Euro (2.000/1000 Mbps)

79,90 Euro (1.000/500 Mbps)

89,90 Euro (1.000/300 Mbps)

79,99 Euro (1.000/200 Mbps)

59,90 Euro (1.000/500 Mbps)

89,95 Euro (1.000/500 Mbps)

64,95 Euro (1.000/500 Mbps)

99,90 Euro (1.000/500 Mbps)

69,90 Euro (1.000/500 Mbps)

59,90 Euro (1.000/400 Mbps)

64,95 Euro (1.000/ 5.000 Mbps); 129,95 Euro (2.000/1.000 Mbps)

99,90 Euro (1.000/250 Mbps)

74,90 Euro (1.000/500 Mbps) nur im Landkreis Diepholz buchbar

49,99 Euro (1.000/500 Mbps)

69,95 Euro (1.000/200 Mbps); 129,95 Euro (2.000/1.000 Mbps)

65 Euro (1.000/500 Mbps)

69,90 Euro (1.000/500 Mbps)

69,90 Euro (1.000/500 Mbps); 119,90 Euro (2.500/1.250 Mbps)

69,90 Euro (1.000/500 Mbps)

39,95 Euro (1.000/100 Mbps); 44,95 Euro (1.000/200 Mbps); 54,95 Euro (1.000/300 Mbps); 74,95 Euro (1.000/1.000 Mbps)

59,90 Euro (1.000/1.000 Mbps)

94,99 Euro (1.000/1.000 Mbps)

Sämtliche Angaben beziehen sich auf die Standardlaufzeit (in der Regel 24 Monate), alle Preise ohne evtl. Neukundenrabatte, Anbieter ohne Flatrates inklusive bieten entsprechende kostenpflichtige Optionen für Flatrates ins Festnetz und oft auch ins Mobilfunknetz.

Anzeige

Ein Service vonVerivox Logo

Tarifrechner

Die besten DSL-Tarife finden

Ort

Straße

Geschwindigkeit auswählen

16 MBit/s

50 MBit/s

100 MBit/s

250 MBit/s

* Pflichtfeld

Deutschland baut sein Glasfasernetz schneller aus als fast jedes andere europäische Land. Laut aktuellen Marktanalysen können inzwischen über 50 Prozent aller Haushalte Glasfaser bekommen (Homes Passed). Das sind etwa 24,8 Millionen Adressen. Im vergangenen Jahr ist die Quote um 9,6 Prozentpunkte gewachsen, wie der Bundesverband Breitbandkommunikation (Breko) mitgeteilt hat.

Allerdings: Tatsächlich installiert ist Glasfaser bislang nur bei knapp zehn Millionen Haushalten (Homes Connected) – gerade mal 21,7 Prozent, so eine Studie des Verbands der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM). Noch weniger nutzen sie wirklich. Nur etwa 6,1 Millionen Menschen in Deutschland haben einen aktiven Glasfaservertrag (Homes Activated). Das größte Problem sind wohl die fehlende Akzeptanz, mangelndes Wissen und zu hohe Hürden beim Wechsel der Anschlussart. Damit wird DSL auch bis auf Weiteres der meistgenutzte Breitbandanschluss in Deutschland bleiben, prognostizieren die Analysten. Doch die schrittweise Abschaltung des DSL-Kupfernetzes rückt näher.

So beteiligt sich die Telekom bereits in Pilotgebieten – etwa in Bad Salzungen (Thüringen) und im Wiesbadener Stadtteil Biebrich – an Projekten der Bundesnetzagentur, bei denen bestehende DSL-Kunden schrittweise vom Kupfer- auf Glasfaser- oder Kabelanschlüsse migriert werden.

Ein bundesweites Abschaltdatum gibt es zwar noch nicht, doch die Ausbauziele der Bundesregierung sind klar formuliert: Bis 2030 sollen alle Haushalte in Deutschland an ein Glasfasernetz angeschlossen werden können. Was bedeutet das für Sie? Wer heute einen laufenden DSL-Vertrag hat, muss nicht fürchten, dass ohne Vorankündigung von einem Tag auf den anderen das Internet ausfällt. Bis es so weit ist und wirklich (fast) überall Glasfaser als Alternative vor der Haustür liegt, werden noch Jahre vergehen.

Aber: In Gebieten, in denen Glasfaser weitgehend flächendeckend verfügbar ist, wird der parallele Betrieb des alten Kupfernetzes zunehmend unwirtschaftlich. Regulierer und Experten argumentieren, dass ein doppeltes Netzwerk – Kupfer und Glasfaser nebeneinander – ineffizient ist und Investitionen in moderne Infrastruktur bremst. Sie können also damit rechnen, dass in den kommenden Jahren mehr und mehr Netzbetreiber ankündigen, einzelne DSL-Gebiete abzuschalten.

Das bedeutet auch: Wer aktuell ein Angebot für einen vergünstigten oder kostenlosen Glasfaser-Hausanschluss bekommt, sollte das ernsthaft prüfen, auch wenn man ihn nicht sofort nutzen möchte. Erfahrungsgemäß sind nachträgliche Anschlüsse außerhalb solcher Ausbaukampagnen oft deutlich teurer – häufig mehrere Hundert bis über 1.000 Euro. Wer diesen Moment verpasst, zahlt später deutlich mehr für den Anschluss des Gebäudes an die Glasfaserleitung in der Straße.

  • Mehr Tempo: Bei Glasfaser sind Geschwindigkeiten von 1.000 Megabit pro Sekunde (Mbps) normal, teils sogar bis zu 2.500 Mbps. DSL gibt es aktuell nur mit maximal 250 Mbps, Kabelanschlüsse dagegen schaffen auch 1.000 Mbps. Für Home-Office oder Cloud-Speicher ist jedoch das Upload-Tempo wichtiger. Bei Glasfaser ist ein Upload-Tempo von bis zu 500 Mbps üblich, bei DSL und Kabel aktuell nur 40 und 50 Mbps (400 Mbps via Kabel testet Vodafone derzeit nur lokal).
  • Zuverlässigkeit: Solange kein Bagger die Leitung kappt, bleibt das Tempo bei Glasfaser auch über große Distanzen und hohe Nutzerzahlen stabil. Bei DSL wird das beworbene Tempo oft nicht erreicht. Bei Kabel wird das hohe Tempo unter allen Haushalten geteilt – abends zum Beispiel kann es einbrechen.
  • Bessere Latenz: Die Reaktionszeit (“Latenz”) für Datenabfragen liegt bei Glasfaser theoretisch nur bei wenigen Millisekunden. In der Praxis werden selbst bei gut angebundenen Servern Ping-Zeiten um 15 Millisekunden erreicht, gegenüber 25 bis 30 bei DSL und Kabel. Wichtig ist eine niedrige Latenz etwa für Internetseiten oder Echtzeitanwendungen (Online-Spiele, Fernsteuerung von Industrieanlagen, Fern-Medizin).
  • Geringer Energieverbrauch: Der Energieverbrauch von Glasfaseranschlüssen liegt laut einer Studie der Technischen Hochschule Mittelhessen nur bei rund einem Drittel der VDSL-Supervectoring-Anschlüsse sowie fast einem Sechstel von TV-Kabel-Internet.

Der Speedtest von COMPUTER BILD

Hakende Verbindung, Tempo-Versprechen der Provider? Testen Sie, wie schnell Ihr Anschluss wirklich ist! So erfahren Sie Download, Upload, Latenz (Ping).

Jetzt Ihre Internet-Geschwindigkeit testen!

Braucht mein Haus Glasfaser?

Vor einem geplanten Ausbau werden in der Regel alle Anwohner gefragt, ob sie sich einen Glasfaseranschluss legen lassen wollen. Selbst wenn man als Eigenheimbesitzer noch mit seinem alten DSL-Anschluss auskommt, sollte man hier zustimmen. Denn im Rahmen eines Ausbaus der ganzen Straße erfolgt der Anschluss in der Regel kostenlos. Später können dann Kosten von rund 800 Euro oder mehr pro Anschluss entstehen. Auch kann es mit Pech Jahre dauern, bis ein Provider später ein einzelnes Haus in einem bereits ausgebauten Gebiet nachträglich überhaupt mit Glasfaser versorgt. Wer das Tempo nicht braucht, bucht vorerst Glasfaser einfach im günstigsten Tarif.

Viele Mieter fühlen sich mit dem Glasfaseranschluss überfordert. Das muss nicht sein: Es ist kein Problem, als Mieter einen Auftrag für einen Glasfaseranschluss abzuschließen. Um die Umsetzung muss sich danach der Provider gemeinsam mit dem Vermieter oder Hausbesitzer kümmern. Sofern das Haus im Ausbaugebiet liegt, stehen die Chancen für eine Umsetzung gut – sollte es mit dem Anschluss dennoch nicht klappen, bleibt der Vertragsabschluss ohne Wirkung.

Glasfaser ist nicht gleich Glasfaser. Es gibt unterschiedliche Anschlussarten. Die wichtigsten sind FTTH und FTTB. Dagegen handelt es sich bei FTTC gar nicht um einen Glasfaseranschluss, auch wenn einige Provider das gern behaupten.

  • FTTC (Fiber to the Curb): Die Glasfaserleitung führt bis zu einem Verteilerkasten in der Nähe des Wohngebietes oder am Straßenrand (Curb). Von dort aus werden die letzten Meter bis zum Haus mit Kupferleitungen überbrückt, die teils schon seit Jahrzehnten in der Erde liegen. Bedeutet: Die Übertragungsgeschwindigkeit bricht durch die begrenzte Kapazität der Kupferleitung auf dem letzten Stück ein. VDSL-Anschlüsse nutzen FTTC.
  • FTTB (Fiber to the Building/Basement): Der Anbieter legt die Glasfaserleitung bis zum Gebäude (Building) oder bis in den Keller (Basement) eines Mehrfamilienhauses. Innerhalb des Hauses kommen dann wiederum bestehende Kupferleitungen zum Einsatz, die die Daten mithilfe der Technik “G.fast” weiterleiten. Dank neuerer G.fast-Standards sind auch über diese kurzen Kupferstrecken im Haus mittlerweile Gigabit-Geschwindigkeiten möglich. Der Router steckt wie bei DSL in der Telefondose, er muss aber auch G.fast beherrschen. Das aktuelle AVM-Modell mit G.fast ist die FritzBox 7682.
  • FTTH (Fiber to the Home): Das Glasfaserkabel reicht bis in die Wohnungen (oder ins Einfamilienhaus), sodass die gesamte Strecke vom Provider bis zum Endgerät über Glasfaser läuft. Das sorgt für die beste Übertragungsgeschwindigkeiten. Meist ist ein externes Glasfasermodem installiert, an das sich jeder beliebige Router per LAN-Kabel anschließen lässt. In einigen Fällen müssen Kunden die Glasfaser direkt mit dem Router verbinden. Er benötigt dann ein entsprechendes Modem, mit dem etwa die FritzBox 5590 Fiber ausgestattet ist. Nur FTTH gilt streng genommen als echter Glasfaseranschluss.
  • Vorsicht: Einige DSL- und Kabel-Provider sprechen von Glasfaseranschlüssen, auch wenn sie nur bis zum Verteilerkasten am Straßenrand mit Glasfaser nachgebessert haben. Das ist etwa bei VDSL und Kabelanschlüssen mit DOCSIS 3.1 der Fall. Prüfen Sie vor dem Buchen also genau, ob es sich wirklich um FTTH oder FTTB handelt.

Anzeige

Ein Service vonVerivox Logo

Tarifrechner

Die besten DSL-Tarife finden

Ort

Straße

Geschwindigkeit auswählen

16 MBit/s

50 MBit/s

100 MBit/s

250 MBit/s

* Pflichtfeld

Oft versuchen Provider, Glasfaser an der Haustür zu verkaufen. Häufig wird man bequatscht oder falsch informiert. Wichtige Tipps:

  • Nicht an der Tür unterschreiben: Lassen Sie sich alle Konditionen schriftlich geben, überlegen Sie sich das Ganze einige Tage. Grundsätzlich haben Sie wie bei Abschlüssen im Internet ein 14-tägiges Widerrufsrecht. Manche Anbieter lassen Sie aus Kulanz aus dem Vertrag, solange noch nicht gebuddelt wurde.
  • Tarife vergleichen: Schauen Sie sich die Angebote anderer Provider an, sofern diese über dieselbe Leitung buchbar sind.
  • Kein vorzeitiger Wechsel: Viele Provider bieten im Auftragsformular die Option, den Internetanschluss schon vor Schalten des Glasfaseranschlusses zu übernehmen – vorübergehend dann meist per DSL. In einer neuen Wohnung ist das praktisch, doch wenn Sie etwa schon einen schnellen Kabelanschluss haben, kann der vorzeitige Wechsel auf DSL eine Verschlechterung sein. Zumal: Vom Vorvertrag bis zum tatsächlichen Verlegen der Glasfaser dauert es in der Regel deutlich länger als ein Jahr.
Die meisten überregionalen Provider bieten ihre Router zur Miete an. Bei 1&1 zahlen Sie für das Einsteigermodell FritzBox 5530 aktuell 5,99 Euro im Monat, die größere FritzBox 5690 kostet 7,99 Euro. Die Telekom setzt auf eigene Hardware: Der Speedport 7 kostet dort 7,95 Euro zur Miete oder einmalig 229,99 Euro. Vodafone lässt Kunden die Wahl zwischen Miete und Kauf: Die Modelle FritzBox 5530 oder FritzBox 7530 AX kosten 5,99 Euro monatlich oder einmalig 139,90 Euro. Für mehr Leistung gibt es die FritzBox 5590 oder FritzBox 7690 für 8,99 Euro im Monat beziehungsweise einmalig 229,90 Euro.

Bei den regionalen Anbietern haben Sie ebenfalls oft die Wahl zwischen Miete und Kauf, was sich langfristig lohnen kann. EWE bietet die FritzBox 5530 für 6,99 Euro zur Miete oder einmalig 149,99 Euro an. Wer mehr Leistung möchte, erhält dort die FritzBox 5590 für 7,99 Euro monatlich oder 189,99 Euro als Einmalkauf. Bei NetCologne kostet die kleine FritzBox 5530 4 Euro monatlich oder einmalig 149 Euro, während die leistungsstarke FritzBox 5590 für 7 Euro im Monat oder 219 Euro einmalig zu haben ist. Einige Anbieter wie R-KOM stellen bestimmte Modelle wie die FritzBox 7690 in höheren Tarifen (ab 250 Mbps) sogar ohne Aufpreis zur Verfügung.

Der Kauf eines Routers amortisiert sich im Vergleich zur Miete oft schon nach rund zwei Jahren. Prüfen Sie daher vor Abschluss genau die Konditionen und rechnen Sie nach. Bedenken Sie aber auch den Vorteil von Support und Gewährleistung bei einer Miete.

Glasfaser-Tarife: So viel kostet ein Anschluss

So kommen Sie Schritt für Schritt zum richtigen Tarif:

  • Verfügbarkeit checken: Finden Sie heraus, ob an Ihrer Adresse Glasfaser bestellbar ist. Dazu prüfen Sie die Verfügbarkeit bei allen bundesweiten und den in ihrer Region aktiven Anbietern. Die wichtigsten Provider finden Sie in der Tabelle.
  • Tempostufe eingrenzen: Eine gute Wahl sind Anschlüsse um 300 Mbps Download-Tempo – schneller als DSL, aber mit 35 bis 50 Euro im Monat noch erschwinglich. Für große Haushalte und Downloads sind 500 Mbps-Tarife ideal (ab 50 Euro/Monat). Und wer das Internet nur fürs Surfen, Mailen oder Banking nutzt, kommt mit 100-Mbps-Einstiegstarifen ab rund 30 Euro aus. Einige wenige Provider erlauben ihren Kunden, zunächst eine höhere Geschwindigkeitsstufe zu buchen und nach einem Testzeitraum in einen kleineren und damit auch günstigeren Tarif zu wechseln. So können Sie ausprobieren, ob der teurere Anschluss sich überhaupt für Sie lohnt. Unter anderem Vodafone und Deutsche Glasfaser bieten diesen Service an.
  • Achtung Upload: Wer Daten in der Cloud speichert oder im Home-Office arbeitet, braucht ein hohes Upload-Tempo. Hier verstecken sich wichtige Unterschiede im Kleingedruckten: Während die meisten größeren Provider wie Telekom, 1&1, O2 etwa im 300er-Tarif schon ein Upload-Tempo von 150 Mbps liefern, bieten etwa R-Kom oder Wilhelm.tel in den mittleren Tarifen nur 50 Mbps. Im Schnitt sind die Upload-Geschwindigkeiten über alle Anbieter hinweg in den letzten Monaten aber gestiegen.
  • Telefonie: Wenn Sie über den Anschluss zu Hause auch Handynummern ohne Zusatzkosten anrufen wollen, empfiehlt sich ein Tarif mit Mobilfunk-Flatrate. Immer mehr Provider bieten diese an, die meisten beschränken es hingegen auf eine Flatrate für Anrufe ins Festnetz.
  • Anschlusskosten: Bei Vertragsbindung über zwei Jahre fallen die Hausanschlussgebühren (bis zu 800 Euro) oft weg, zumindest beim ersten Ausbau des Wohnviertels. Aktivierungsgebühren von rund 50 bis 100 Euro müssen Sie meist trotzdem zahlen.

Leave a Comment